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EKG per Apple Watch: Sperre künftig offenbar per Geoblocking

Apple arbeitet an einer neuen Methode, um die Anfertigung eines Elektrokardiogramms in Ländern zu unterbinden, in denen keine Genehmigung vorliegt.

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Apple Watch EKG

Finger auf digitale Krone der Apple Watch auflegen, 1-Kanal-EKG anfertigen – bislang nur für Uhren aus den USA.

(Bild: Apple)

Bei der Aktivierung der EKG-App auf der Apple Watch prüft das iPhone künftig offenbar den Standort. Während der Einrichtung wird der aktuelle Aufenthaltsort genutzt, um sicherzustellen, dass die EKG-Funktion in der jeweiligen Region verfügbar ist, heißt es in einem überarbeiteten Setup-Assistenten in der Beta von iOS 12.2, wie 9to5Mac bemerkte.

Liegt keine SIM-Karte im iPhone, zeige eine Warnmeldung an, dass der Standort nicht bestimmt werden kann. Dieser wird offenbar anhand des verwendeten Mobilfunknetzes ermittelt – und nicht über die iOS-Standortdienste, die unter anderem auf GPS-Daten zurückgreifen, wie es in dem Bericht heißt.

(Quelle: Apple)

Bislang setzt die EKG-App voraus, dass die Apple Watch in den USA gekauft wurde, die Sperre ist an die Identifikationsnummer (UDID) geknüpft. Die Zulassung für das Anfertigen eines Elektrokardiogramms und die Warnung vor möglichen Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) hat Apple bislang nur für die USA erhalten. Das bedeutet zugleich, dass eine in den USA gekaufte Apple Watch die EKG-Funktion auch in anderen Ländern wie Deutschland bereitstellt – ein gern genutztes Schlupfloch. Ob die neue Ländersperre dies künftig verhindert, bleibt vorerst unklar.

Die Anpassung der EKG-Sperrfunktion könnte aber auch andeuten, dass Apple die Einführung in weiteren Märkten vorbereitet. Konkrete Termine hat der Hersteller bislang nicht genannt, man bemühe sich um die entsprechenden Zulassungen, hieß es bislang nur. Die EKG-Funktion wird hierzulande auch nicht beworben.

WatchOS 5.1.2 hat neben der EKG-App auch eine neue Warnfunktion eingeführt, die auf Herzrhythmusstörungen achten soll und im Verdachtsfall eine Warnmeldung ausliefert. Die Warnung erscheine erst, wenn Unstimmigkeiten bei fünf Überprüfungen des Herzrhythmus festgestellt wurden, so Apple. Diese Funktion steht auch auf älteren Apple-Smartwatches (ab Series 1) bereit, ist aber ebenso wie die EKG-Funktion derzeit noch auf die USA (sowie Puerto Rico, Guam sowie die Amerikanischen Jungferninseln) begrenzt. iOS 12.2 dürfte – zusammen mit watchOS 5.2 – Ende März zum allgemeinen Download freigegeben werden.

[Update 12.3.2019 14:40 Uhr] Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat eine Zulassung der EKG-Funktion in Deutschland durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im vergangenen Herbst als "derzeit noch fraglich" bezeichnet. Wie weit Apple mit dem Zulassungsprozedere inzwischen gekommen ist, bleibt unklar.

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(lbe)