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EU-Steuerverfahren: Apple zahlt laut eigenen Angaben "jeden Cent" in Irland

Der Konzern hat bei einem Hearing in Brüssel erneut betont, seinen Verpflichtungen adäquat nachgekommen zu sein. In Irland will Apple selbst im Fall von Strafzahlungen bleiben.

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(Bild: dpa, Peter Kneffel)

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Vor einem Ausschuss europäischer Parlamentarier hat Apple erneut seine Unschuld im Streit um sein Steuersparmodell in Irland beteuert. "Wir glauben, dass wir jeden Steuer-Cent bezahlt haben, der in Irland fällig ist", sagte Cathy Kearney, Vizepräsidentin von Apples Europaabteilung in Cork. Man habe nicht das Gefühl, dass man in Irland Staatsbeihilfe erhalte. Dies werde auch das Ende des Verfahrens zeigen. Die irische Regierung sehe dies genauso.

Kearney betonte, Apple sei weiterhin "committed to Ireland", egal, wie das Verfahren ausgehe. Der Konzern betreibt in Cork und Umgebung seinen größten Standort in Europa. Apple ist seit über 30 Jahren in dem Land vertreten.

Für Apple und Irland steht in dem Verfahren viel auf dem Spiel. Apple macht laut Analysten der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg etwa 60 Prozent seines Umsatzes im Ausland, zahlt dort aber nur knapp 2 Prozent Steuern. Sollte die EU-Kommission Irland zwingen, eine angemessene Steuer zu erheben, müsste der Konzern nachzahlen. Apple droht eine Steuernachzahlung in Höhe von über 8 Milliarden US-Dollar, glauben Beobachter.

Irland will deshalb gegen eine nachteilige Entscheidung der Kommission mit allen Mitteln vorgehen. Apple warnt schon seit längerem seine Anleger vor einer möglichen "erheblichen" finanziellen Belastung. (bsc)