EU nimmt Apples Verträge mit Mobilfunkanbietern unter die Lupe

Die EU-Wettbewerbskommission befasst sich laut einem Bericht mit Apples Vertragswerk zum Vertrieb des iPhones – Auslöser war die Beschwerde europäischer Mobilfunkanbieter. Eine formelle Untersuchung läuft bisher jedoch nicht.

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Von
  • Leo Becker

Mobilfunkanbieter hatten bisher meist Schwierigkeiten, die iPhone-Nachfrage nach der Einführung zu bedienen

(Bild: dpa, Susanna Bates/Archiv)

Die Europäische Kommission setzt sich mit den Beschwerden mehrerer Mobilfunkanbieter auseinander, die die mit Apple geschlossenen Verträge über den Vertrieb des iPhones für wettbewerbsschädigend halten. Es handle sich allerdings nicht um formelle Beschwerden, betonte EU-Sprecher Antoine Colombani gegenüber dem Wall Street Journal. Es gäbe einen gesunden Wettbewerb in diesem Markt, fügte der Sprecher hinzu.

Mehrere europäische Mobilfunkanbieter stören sich laut New York Times an Apples "ungewöhnlich strikten" Vorgaben für den Verkauf des iPhones. Angeblich setzt der kalifornische Konzern eine bestimmte Quote an Geräten fest, die der jeweilige Carrier über einen vorgegebenen Zeitraum abverkaufen muss – nicht verkaufte iPhones habe der Mobilfunkanbieter ebenfalls zu bezahlen. Der Manager eines Smartphone-Konkurrenten beklagte gegenüber der New York Times, diese strenge Verkaufsvorgabe dränge die Mobilfunkanbieter dazu, ihr Marketingbudget überwiegend für den iPhone-Verkauf einzusetzen.

Derzeit ist unklar, ob die Mobilfunkanbieter eine formelle Beschwerde einreichen wollen oder die Wettbewerbskommission eigenständig die Untersuchung aufnimmt. Nach Informationen des Wall Street Journal gibt es jedoch keine Anzeichen, dass die EU in unmittelbarer Zukunft eine formelle Untersuchung einleitet. (lbe)