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EU will Steuersparpraxis von Apple in Europa untersuchen

Einem Bericht des irischen Rundfunks zufolge, der von der EU bestätigt wurde, plant die Kommission eine formale Prüfung des Steuerarrangements, das der iPhone-Hersteller in Irland einsetzt. Apple gab an, man zahle jeden verlangten Euro.

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Die EU-Kommission nimmt die umstrittene Steuersparpraxis des Mac- und iPhone-Herstellers Apple in Irland unter die Lupe. Ein entsprechender Bericht des irischen Rundfunk RTE vom Dienstagabend wurde von Brüssel mittlerweile bestätigt.

Der Vorwurf lautet, dass das Unternehmen beträchtliche Steuervergünstigungen erhalten habe und vom Staat damit direkt begünstigt worden sei. Dies wäre ein potenzieller Verstoß gegen europäisches Recht, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit.

Apple-Chef Tim Cook bei einer Anhörung vor dem US-Senat.

(Bild: dpa, Shawn Thew)

Die Untersuchung richtet sich nicht nur gegen mögliche fehlerhaft gewährte Steuervorteile für den Elektronik-Konzern Apple in Irland, sondern soll auch die amerikanische Kaffeehaus-Kette Starbucks in den Niederlanden und die Finanzierungstochter des Fiat-Autokonzerns Fiat Finance and Trade Ltd. in Luxemburg unter die Lupe nehmen. Sollte die Kommission zu dem Schluss kommen, dass die Firmen unlautere Beihilfen erhalten haben, müssten sie diese zurückzahlen.

Apple betonte in einer ersten Reaktion, es gebe keinen besonderen Steuerdeal mit der irischen Regierung. "Apple unterliegt den gleichen Steuergesetzen wie zahlreiche andere internationale Unternehmen, die geschäftlich in Irland tätig sind." Apple bezahle jeden Euro an Steuern, der fällig werde. (mit Material von dpa) / (bsc)