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Emoji: Apple will Menschen mit Behinderung berücksichtigten

Der iPhone-Konzern hat neue Emojis unterbreitet, die “Personen mit Behinderung besser repräsentieren” sollen. Die Ideogramme umfassen unter anderem eine Person im Rollstuhl, ein Ohr mit Hörgerät und einen Blindenführerhund.

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Emoji Accessibility

(Bild: Apple-Proposal)

Apple möchte “neue Barrierefreiheit-Emoji” etablieren: Die bestehenden Ideogramme würden zwar eine breite Palette an Optionen bieten, aber die “Erfahrungen von Menschen mit Behinderung möglicherweise nicht spiegeln”, schreibt Apple in einem Antrag an das für den Standard zuständige Unicode-Konsortium. Um diese Personen “besser zu repräsentieren” und Emojis “für alle inklusiver” zu machen, sollen dreizehn neue Ideogramme eingeführt werden.

Zu den Vorschläge gehört ein Blindenführerhund, eine Person mit Blindenstock, das Zeichen für Taub aus der American Sign Language, ein Ohr mit Hörgerät, Personen im Rollstuhl, eine Arm- sowie eine Beinprothese und ein Assistenzhund.

Apples Accessibility Emojis (9 Bilder)

Apples Vorschläge schließen den Blindenführerhund ebenso ein...

Dies sei keine umfassende Liste, um alle unterschiedlichen Behinderungen abzudecken, merkt Apple an – sondern solle als Ausgangspunkt dienen, auch um einen “globalen Dialog” darüber zu entfachen. Man habe Einschränkungen gewählt, die ein besonders große Zahl an Personen betreffen und die Emojis in Zusammenarbeit mit dem American Council of the Blind, der Cerebral Palsy Foundation und der National Association of the Deaf entwickelt.

Man habe auch ein Auge mit Vergrößerungsglas in Betracht gezogen, doch gebe es derartige Emojis bereits, die sich leicht in Kombination verwenden lassen.

Jeder siebte Mensch auf der Welt habe eine Form von Behinderung, betont Apple in dem Antrag weiter. Emojis, die “bezeichnend für die Erfahrungen eines Nutzers sind helfen dabei eine Kultur der Diversität zu kräftigen, die auch Behinderung einschließt”. Sollte das Unicode-Konsortium den Vorschlägen zustimmen, könnten diese als Teil von Emoji 12 im kommenden Jahr auf ersten Geräten erscheinen, wie Emojipedia anmerkt.

Als Mitglied des Unicode-Konsortiums setzt Apple sich seit längerem für mehr Inklusion bei Emojis ein, dazu zählt etwa die seit gut zwei Jahren mögliche Anpassung der Hautfarbe. Der iPhone-Hersteller hat außerdem Waffen-Ideogramme komplett gestrichen, das Pistolen-Emoji wurde in eine grüne Wasserpistole verwandelt.

(lbe)