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Emojis: Apple sorgt für Wasserpistole statt Wumme

Nachdem Apple 2016 damit begonnen hat, das "Pistol"-Emoji von einem Revolver in eine friedfertigere Variante zu verwandeln, sind nun alle großen Plattformen nachgerückt – zuletzt auch Microsoft und Facebook.

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Auch auf Facebook ist das "Pistol"-Emoji nun friedlicher.

(Bild: Emojipedia)

Apple hat sich mit seiner pazifistischen Haltung bei den Emojis durchgesetzt. Künftig verwenden alle großen Plattformen neben dem iPhone-Konzern – also Google, Microsoft, Samsung, Facebook und Twitter – eine Wasserpistole als Pistolen-Ideogramm.

Zuletzt hatten sich Facebook und Microsoft dazu entschlossen, diesen Schritt zu gehen. Bei dem sozialen Netzwerk ist die Änderung angekündigt, Microsoft will sie für ein "künftiges Release von Windows 10" vornehmen. "Wir sind im Prozess, unsere Emojis weiterzuentwickeln, damit sie unseren Werten und dem Feedback, das wir bekommen haben, entsprechen", schreibt der Softwareriese auf Twitter.

Die Frage, wie das Emoji für den Begriff "Pistol", also Pistole, aussehen soll, beschäftigt die Branche schon seit mehreren Jahren. Noch 2013 war das in Fachkreisen auch als "U+1F52B PISTOL" bekannte Ideogramm auf vielen wichtigen Plattformen als Trommelrevolver ausgeführt – nur Microsoft nahm eine Weltraumpistole und Google ein Schießeisen, das man dem Piratenzeitalter zuordnen konnte. Gemein war all diesen Waffen jedoch die Tatsache, dass sie ein potenzielles Tötungswerkzeug repräsentierten.

Mit iOS 10 änderte Apple das: Der Konzern ersetzte den Revolver plötzlich gegen eine quietschgrüne Wasserpistole in einem realistischen Look – zusammen mit insgesamt größerer Diversität im Ideogramm-Angebot, etwa Frauen in stereotypischen Männerjobs. Apple hatte sich im Verbund mit Microsoft zuvor auch gegen die Einführung eines neuen Gewehr-Emoji ausgesprochen, das einst Teil des Unicode-9.0-Standards werden sollte.

Apple blieb mit dem Wasserverspritzer zunächst allein – alle anderen Plattformen nutzten zu diesem Zeitpunkt für "U+1F52B PISTOL" besagten Revolver. Am 24. April 2018 rückte dann Google nach. Kurz zuvor hatten auch Samsung mit dem Galaxy S9 und Twitter das Ende des Schießeisens eingeleitet. (bsc)