Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für mehr iCloud-Daten

Apple hat den Schutz für Nutzerdaten im hauseigenen Cloud-Dienst ausgebaut. iPhone-Backups bleiben ausgeklammert.

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Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist an den Gerätecode des Nutzers geknüpft.

(Bild: dpa, Michael Kappeler/dpa)

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Apple sichert die iCloud besser ab. Weitere Synchronisierungs-Dienste des Konzerns schützen Nutzerdaten inzwischen per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie Apple mitteilte. Auf Geräten ab iOS 13 respektive iPadOS werden nun auch Daten von Apple Maps durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, darunter fallen die vom Nutzer in der Karten-App favorisierten Orte, angelegte Orts-Sammlungen sowie der Suchverlauf.

Sicherheitsforscher hatten jüngst bemerkt, dass Apple die Anrufhistorie nicht länger ungefragt an iCloud übermittelt und die Kartendaten besser schützt. Das hat Apple nun mit einem aktualisierten Support-Dokument bestätigt. Dort ist jetzt auch verzeichnet, dass der Safari-Verlauf und die auf eigenen Geräten geöffneten Browser-Tabs ebenfalls auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzen, auch diese Sicherheitsneuerung setzt iOS 13 voraus.

Ab iOS 13 werden außerdem die Bluetooth-Keys von AirPods und Beats-Kopfhörern mit Apples H1- und W1-Chip Ende-zu-Ende-verschlüsselt, wie Apple weiter ausführt. Die Keys werden zwischen allen Geräten des Nutzers abgeglichen, um einen schnellen Wechsel der Ohrhöhrer-Verbindung ohne erneutes Pairing zu ermöglichen.

Apple hat außerdem ergänzt, dass auch Transaktionen mit der bislang nur in den USA angebotenen Kreditkarte Apple Card bereits seit der Einführung auf diese Weise geschützt sind, ebenso wie der Abgleich von Memojis, das sind Comic-artige Figuren, die der Nutzer als sein Ebenbild anlegen kann.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist an den vom Nutzer vergebenen Geräte-Code geknüpft. Dadurch soll nicht nur Apple selbst keinen Einblick mehr erhalten, auch Strafverfolger können diese Daten nicht mehr bei dem Hersteller abfragen. Auch im Fall eines iCloud-Datenlecks wären die Informationen geschützt.

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Ein zentraler iCloud-Dienst bleibt allerdings weiterhin ausgeklammert: iPhone- und iPad-Backups werden nicht durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Teil des Backups sind auch über Apples iMessage-Dienst ausgetauschte Nachrichten – oder der Schlüssel zu dem eigentlich Ende-zu-Ende-verschlüsselten Dienst "Nachrichten in iCloud".

[Update 21.4.2020 14:30 Uhr] Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der iCloud-Dienste erfordert laut Apples Support-Dokument die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Nach Angabe des Konzerns setzen inzwischen über 75% der iCloud-Nutzer auf diesen zusätzlichen Schutz der Apple-ID. (lbe)