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Entwickler macht Hoffnung auf Rückkehr des "Flappy Bird"

Dong Nguyen "überlegt" laut einem Bericht, den Retrospielehit für iOS und Android erneut zu veröffentlichen. Wenn, dann käme die neue Version "mit einer Warnung", sagte er.

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Gedenk-T-Shirt für "Flappy Bird".

(Bild: teespring.com)

Kehrt das viel gehypte (und höllisch schwere) iOS- und Android-Spiel "Flappy Bird" vielleicht doch zurück? Nachdem der vietnamesische Entwickler Dong Nguyen zunächst betont hatte, er werde das im Februar offline genommene Suchtgame nicht wieder veröffentlichen, äußerte er sich nun in einem neuen Interview mit der US-Ausgabe des Unterhaltungsblatts Rolling Stone etwas anders.

Er "überlege" derzeit – "I'm considering it". Allerdings arbeite er aktuell nicht an einer neuen Version. Sollte er jemals eine veröffentlichen, werde diese aber mit einer "Warnung" vor der möglichen Suchtgefahr ausgestattet: "Bitte mach' mal eine Pause."

Zu Spitzenzeiten soll "Flappy Bird" angeblich 50.000 US-Dollar pro Tag an Werbeeinnahmen generiert haben. Das Spiel machte Nguyen in seiner Heimat zu einem Prominenten – inklusive Berichten im TV, in Zeitungen und Verfolgungsjagden durch Paparazzi. Seine Eltern seien belästigt worden und er habe sich nicht mehr frei bewegen können. Mit diesem Belagerungszustand sei er nicht mehr zurechtgekommen – trotz der hervorragenden Einnahmen.

Zudem habe er von Eltern und "Flappy-Bird"-Spielern negatives Feedback erhalten. Eine Frau habe ihm mitgeteilt, er lenke mit dem Spiel "die Kinder dieser Welt" ab. In einer anderen Nachricht hieß es, 13 Kinder einer Schule hätten ihre Geräte wegen des Spiels zerstört. "Und die spielen weiter, weil es so süchtig macht wie Crack." Anfangs habe er so etwas für einen Scherz gehalten, sagte Nguyen. "Dann wurde mir klar, dass sich die Leute tatsächlich verletzen."

Dieses Feedback sei einer der Hauptgründe gewesen, "Flappy Bird" zurückzuziehen. Nguyen sagte, er habe selbst einmal unter Spielsucht gelitten, als er zu Schulzeiten "Counter-Strike" gezockt habe. Die Entscheidung habe auch damit zu tun, dass er "ein unabhängiger Denker" sei, der sein Schicksal "in die eigenen Hände nehme".

Auch ohne das Original können Spieler allerdings weiterzocken: Im App Store und im Play Store finden sich mittlerweile zahllose direkte Klone, die einen besser, die einen schlechter. Apple und Google wollten diese anfangs stoppen.

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