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Entwicklerkit für Apple Watch verfügbar – mit Einschränkungen

Apple lässt erste Apps für seine Anfang 2015 erscheinende Computeruhr programmieren. Durch die Veröffentlichung des WatchKit-SDK wurden auch einige zusätzliche technische Informationen über die Geräte bekannt.

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Auszug aus der Apple-Watch-Entwicklerdoku.

(Bild: Apple / Screenshot via MacRumors)

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Apple hat wie im Oktober angekündigt eine Entwicklungsumgebung für seine Computeruhr Apple Watch veröffentlicht. WatchKit ist über Apples Developer-Angebot verfügbar und steckt in Xcode 6.2, das aktuell als Beta zur Verfügung steht. Zusätzlich müssen Programmierer eine ebenfalls neue iOS-8.2-Beta auf einem iPhone installiert haben – letztere bedingt eine kostenpflichtige Mitgliedschaft in Apples Entwicklerprogramm, die 99 US-Dollar beziehungsweise 80 Euro im Jahr kostet.

Wer hoffte, vollständig native Apple-Watch-Apps entwickeln zu können, wird allerdings enttäuscht: Diese sollen erst "später im nächsten Jahr" kommen, wie der Hersteller mitteilte. Stattdessen präsentieren sich die ersten WatchKit-Anwendungen als Anhängsel von iPhone-Apps, von denen auch Inhalte drahtlos auf die Computeruhr gepusht werden – ob per Bluetooth oder WLAN, ist derzeit noch unklar.

Nutzerinterface-Elemente und Bilder werden auf der Uhr gespeichert, um die Anzeige zu beschleunigen. Hinzu kommen sogenannte Glances, mit denen iOS-Anwendungen kurze Informationsschnipsel auf der Uhr präsentieren können.

Neue Interaktionsmöglichkeiten wie "Force Touch", bei dem die Uhr stärkeren Druck auf das Display erkennt, werden mit WatchKit ebenso unterstützt wie die Steuerung des Bildschirminhalts durch ein neuartiges Drehrad namens "Digital Crown". Auch die sogenannte Taptic Engine, bei dem die Uhr ihrem Benutzer haptisches Feedback gibt, lässt sich über WatchKit ansprechen.

Als Beispiel einer WatchKit-App nannte Apple eine Software der US-Airline American, die Nutzer daran erinnere, wann es Zeit sei, sich zum Flughafen zu begeben und dem Nutzer dann vor Ort über Gate-Änderungen und den Beginn des Boarding-Prozesses informiere. Zudem lässt sich über die Uhr während des Fluges die Echtzeitposition abfragen – wie genau, verriet der Konzern nicht. GPS fehlt den Geräten.

Zusammen mit WatchKit wurde auch ein Programmierhandbuch, eine Framework-Referenz, ein Katalog mit Interface-Elementen und neue Human Interface Guidelines für die Apple Watch publiziert. Zudem gibt es Design-Ressourcen zum Download und ein halbstündiges Video, das in die Entwicklung mit WatchKit einführt. Viele dieser Inhalte sind auch ohne Apple-Developer-Mitgliedschaft zugänglich.

Im Rahmen der WatchKit-Veröffentlichung wurde außerdem bekannt, welche Auflösung die Apple Watch haben wird. Demnach kommt ein 42mm-Modell mit 312 x 390 Bildpunkten und ein 38mm-Modell mit 272 x 340 Bildpunkten. Apple nennt das Display "Retina" und verlangt von seinen Entwicklern, jeweils passende Assets mitzuliefern.

[Update 19.11.14 13:16 Uhr:] Euro-Preis für Apple-Developer-Mitgliedschaft korrigiert. (bsc)