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Erster Pharmakonzern nutzt Apples ResearchKit

Nach diversen Hochschulen interessiert sich nun auch ein Medikamentenhersteller für die iPhone- und Apple-Watch-Medizinforschungsplattform. Eine erste Studie zum Thema Gelenkrheumatismus läuft.

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ResearchKit- und Apple-Health-App.

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(Bild: Apple)

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Apple hat einen ersten Pharmakonzern davon überzeugen können, sein Forschungs-SDK ResearchKit, das im Frühjahr 2015 vorgestellt wurde, für eigene Untersuchungen einzusetzen. GlaxoSmithKline hat eine klinische Studie zum Thema Gelenkrheumatismus gestartet, bei der 300 Patienten drei Monate lang sowohl ihre physischen als auch ihre emotionalen Symptome in eine iPhone-App eingeben sollen.

Zusätzlich werden Bewegungssensordaten aufgezeichnet. Sinn und Zweck der Untersuchung soll es sein, bessere klinische Studien zu entwickeln, ein Medikamentenziel gibt es zunächst nicht, berichtet die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg.

Schon zuvor hatten sich Pharmakonzerne für ResearchKit interessiert, doch echte Studien über die Plattform kamen bislang von Universitäten und Organisationen. Apples erklärtes Ziel dabei ist, mit Hilfe von Smartphone- und Smartwatch-Apps das Gesundheitswesen zu demokratisieren. Im Oktober letzten Jahres hieß es, dass 100.000 Personen an ResearchKit-Studien teilgenommen hätten. Sie nutzen iPhone und Apple Watch für Untersuchungen zu Themen wie Epilepsie, Diabetes oder Herzkrankheiten – auch außerhalb der USA.

Laut GlaxoSmithKline sollen sich durch die ResearchKit-Verwendung auch Kosten sparen lassen. Besonders die Suche nach passenden Patienten werde erleichtert, hinzu kommen die verringerten Kommunikationskosten, wenn Teilnehmer sich nicht mehr vor Ort, sondern in der App informieren können.

Auch die Erfassung der Daten wird erleichtert. Zuletzt hatte Apple mit CareKit auch noch ein SDK zur Kontrolle des Gesundheitszustandes für Pateiten entwickelt. ResearchKit ist quelloffen und lässt sich so auch auf anderen Plattformen als iOS nutzen. (bsc)