FaceTime als Teil der Telekom-VoIP-Tarife

Telekom-Mobilfunktarife mit VoIP-Option umfassen künftig offenbar auch FaceTime – der Netzbetreiber scheint sich auf eine baldige Freigabe von Apples Videotelefoniedienst für das UMTS-Netz einzustellen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 7 Beiträge
Von

Die Deutsche Telekom bereitet sich offenbar auf die Verwendung des FaceTime-Dienstes im eigenen UMTS-Netz vor: In Vertriebsunterlagen des Mobilfunkanbieters, die Mac & i vorliegen, taucht bereits ein entsprechender Abschnitt auf: Diese schließt in bestimmten Tarifen neben der gängigen VoIP-Nutzung explizit FaceTime mit ein. Nutzer kleinerer Tarife können das bestehende Paket für VoIP-Verbindungen buchen, das die Videofonie-Funktion ebenfalls umfasst.

Ob die Telekom in Verträgen ohne gebuchte Option “Internet-Telefonie” FaceTime-Gespräche über UMTS gezielt blockiert, bleibt vorerst offen. Eine entsprechende Nachfrage zum Thema hat der Netzbetreiber bis zum Redaktionsschluss der Meldung nicht beantwortet – eine Bestätigung der FaceTime-Option steht ebenfalls aus.

FaceTime- und VoIP-Option gebündelt in den Vertriebsunterlagen

Steve Jobs hatte bei der Einführung von FaceTime betont, dass der Videotelefoniedienst im Jahr 2010 auf WLAN beschränkt bleibe – man müsse erst noch mit den Netzbetreibern verhandeln, so Jobs. Daran hat sich bislang nichts geändert: iOS setzt bis hin zur Beta von Version 5.1 eine WLAN-Verbindung zur Nutzung von FaceTime zwingend voraus. Nur für Jailbreaker gibt es seit langem Tools, die diese Einschränkung aufheben und FaceTime-Telefonate über UMTS grundsätzlich ermöglichen. Wann Apple selbst diese iOS-Beschränkung aufhebt, ist unklar.

Apple hatte den Videotelefoniedienst im Verbund mit dem iPhone 4 eingeführt und schrittweise auf iPod touch, Mac OS X und schließlich im Frühjahr 2011 auf das iPad 2 ausgedehnt. Jobs stellte bei der Einführung in Aussicht, Apple wolle FaceTime als "offenen Branchenstandard" etablieren – seitdem hat das Unternehmen allerdings weder Spezifikationen veröffentlicht noch sich zum Status des Standardisierungsprozesses geäußert. (lbe)