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Facebook: Ungewollte Aktivierung der iPhone-Kamera verunsichert Nutzer

Beim Scrollen durch Facebook-Postings kann es passieren, dass ein Live-Bild der Kamera am Rand der iPhone-App erscheint.

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(Bild: Wachiwit/Shutterstock.com)

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Ein Bug in Facebooks iPhone-App irritiert Nutzer: Beim Scrollen durch den Feed kann es unter anderem beim Schließen von Bildern dazu kommen, dass am linken Rand ein schmales Live-Bild der iPhone-Kamera eingeblendet wird und die eigene Umgebung zeigt; dabei scheint es sich um die Kameraansicht zur Erstellung neuer Facebook-Stories zu handeln. Ob zugleich eine Aufzeichnung des Kamerabildes erfolgt, bleibt unklar.

Leser und auch US-Medien konnten den Kamerazugriff in der iOS-App reproduzieren, besonders einfach geht es wohl mit Profilbildern, die nach unten "weggewischt" werden. Auf zwei iPhones der Mac & i-Redaktion gelang dies mit Facebook-Version 246.0 in iOS 13.2.2 allerdings nicht. Möglicherweise testet Facebook bei bestimmten Nutzern einen Schnellzugriff auf die Stories-Kamera ähnlich wie es beispielsweise bei Facebook-Tochter Instagram möglich ist: Dort wischt man aus dem Hauptfeed nach rechts, um direkt die Kamera zu öffnen.

In Anbetracht zurückliegender Datenschutzskandale bei dem sozialen Netzwerk spekulieren Nutzer nun, Facebook lasse bei geöffneter App durchgehend die Kamera mitlaufen, dafür gibt es bisher keinen handfesten Anhaltspunkt. Eine Stellungnahme des Konzerns liegt nicht vor. Falls man der Facebook-App den Zugriff auf die Kamera (sowie Mikrofon und Fotodatenbank) gewährt hat, kann man dies in den iOS-Einstellungen wieder abdrehen. Ist der Kamerazugriff deaktiviert, erscheint statt der Live-Kameraansicht nur ein schwarzer Streifen am linken Rand.

Vielen Nutzern dürfte weiterhin unklar sein, dass jede App die iPhone-Kameras auf Vorder- und Rückseite nach Belieben heimlich aktivieren kann – solange die App im Vordergrund geöffnet ist und sobald der Kamerazugriff einmalig freigegeben wurde. Die Aktivierung der Kamera durch Apps wird von iPhone und iPad nicht signalisiert.

Nutzer sollten die Freigabe entsprechend nur Apps erteilen, deren Anbieter sie vertrauen – das gleiche gilt für den Vollzugriff auf die Fotomediathek: Ist dieser eingeräumt, können Apps eine umfassende Analyse der Aufnahmen durchführen und anhand der meist eingebetteten Ortsdaten auch detaillierten Einblick in Aufenthaltsorte des Nutzers erhalten.

[Update 14.11.2019 12:30 Uhr] Der Fehler wurde mit einem App-Update beseitigt. Facebook betont, es seien dabei keine Fotos oder Videos gespeichert oder übertragen worden.

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(lbe)