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Facebook testet Dating-App für iOS

Das soziale Netzweri will Tinder & Co. Konkurrenz machen. Nun sind erste Screenshots aufgetaucht.

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Facebook-Chef Zuckerberg im EU-Parlarlament

Facebook-Boss Zuckerberg (links) – hier nicht auf einem Date, sondern zusammen mit EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani.

(Bild: dpa, Geert Vanden Wijngaert)

Dass Facebook plant, ins Datinggeschäft einzusteigen, ist bereits seit Mai bekannt. Damals kündigte Konzernchef Mark Zuckerberg an, dass es künftig möglich sein soll, über Facebook potenzielle Partner in der Umgebung zu finden – statt um "Casual Sex" wie bei Tinder & Co. werde es hier jedoch um Langzeitbeziehungen gehen, betonte das soziale Netzwerk.

Wie die Dating-Pläne von Facebook in der Praxis aussehen, war bislang noch nicht bekannt. In US-Medien sind nun erste Screenshots aufgetaucht, die aus der iOS-Variante der Dating-App stammen. Die Funktion steckt demnach in der Facebook-Anwendung selbst und wird von Mitarbeitern der Firma bereits im Rahmen eines "Dogfooding"-Projekts, bei dem neue Funktion intern ausprobiert werden können, getestet. Dem iOS-Entwickler und Leak-Experten Guilherme Rambo von 9to5Mac gelang es, die App so zu verändern, dass er Zugriff auf die Dating-Funktion erhielt.

Das Dating-Projekt, das bei Facebook unter dem Codenamen "Gemstone" ("Schmuckstein") läuft, soll es Nutzern besonders einfach machen, auf Partnersuche zu gehen – wenn man denn bereit ist, dem sozialen Netzwerk derart sensible Daten anzuvertrauen. Facebook-Mitarbeiter erhalten derzeit im Rahmen des Dogfooding eine Mitteilung, ob sie denn Lust hätten, das Feature auszuprobieren.

Das Unternehmen betont, dass das Dating-Profil stets vom regulären Profil getrennt ist, es also auch nicht automatisch angezeigt wird. Der Nutzer darf dann sein Geschlecht, seine Interessen und seinen Ort einstellen sowie ein Foto für das Dating-Profil ergänzen, das nicht dem Bild des Hauptprofils entsprechen muss. Ein Abschluss des Profils war Rambo zunächst nicht möglich, er konnte jedoch eine Vorschau betrachten.

Die Dating-Funktion schlägt potenzielle Partner anhand verschiedener Kriterien vor. Diese können unter anderem ähnliche Interessen, passende Personen in Gruppen oder Events oder ähnliche Orte sein. Nutzer dürfen selbst entscheiden, ob sie ein Gespräch mit einem potenziellen "Match" weiterführen oder beenden wollen. Bei den Geschlechtereinstellungen erlaubt Facebook auch Einstellungen wie Trans oder Non-Binary. Nutzer können zudem festlegen, welches Geschlecht ein potenzieller Partner haben soll. Wann Facebook die Dating-Funktion freischalten wird, ist noch unklar. (bsc)