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Final Cut Pro: Apple lässt Drittanbieter in Videoschnitt-Software

Über die neuen Workflow-Extensions können Apps und Dienste ihre Funktionen direkt in Final Cut Pro X bereitstellen.

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Final Cut Pro: Apple lässt Drittanbieter in Videoschnitt-Software

(Bild: Apple)

Apple hat Final Cut Pro X für Dritt-Entwickler geöffnet: Apps und Dienste können Funktionen in Form von Workflow-Extensions (Erweiterungen für Arbeitsabläufe) direkt in die Profivideoschnittlösung des Mac-Herstellers integrieren. Dadurch wird es beispielsweise möglich, bestehende Accounts bei Drittdiensten zu nutzen, um auf Projekte und Medieninhalte gleich aus Final Cut zuzugreifen.

Die Extensions sind auch in der Lage, Elemente wie Navigation, Timeline-Wiedergabe und Clipmarker in der Videoschnitt-Software anzusteuern, wie Apple mitteilte.

Zu den ersten verfügbaren Erweiterungen zählt der Bilder- und Videodienst Shutterstock für eine Suche und Kauf von archiviertem Filmmaterial zur Einbindung in eigene Projekte. Frame.io bringt die Option in Final Cut Pro, Videoaufnahmen beispielsweise mit Team-Mitgliedern zu teilen. Auch die Multimediadatenbank CatDV sei mit einer Erweiterung für die Verwaltung von Ressourcen präsent.

Final Cut Pro X Workflow-Extensions (3 Bilder)

Mit den Extensions kommen Drittanbieter in Final Cut – hier Frame.io zum Teilen von Videos
(Bild: Apple)

Die Extensions werden in Form kostenloser Apps über den Mac App Store vertrieben, merkt Apple an. Das Angebot an Dritt-Erweiterungen für Final Cut Pro X solle regelmäßig ausgebaut werden, betont der Hersteller.

Die neue Version 10.4.4 von Final Cut Pro X ergänzt eine Stapelfreigabe, um mehrere Clips oder Projekte in einem Schritt zu exportieren. Ein neue Vergleichsansicht soll es möglich machen, die Farbkorrektur projektübergreifend stimmig umzusetzen – dafür lassen sich Vergleichsbilder heranziehen. In frei positionierbaren Fenstern können Nutzer nun den Timecode für Projekt und Ausgangsmedien im Blick behalten, die Farbcodierung stimme mit den Farben der Rollen in der Timeline überein, schreibt Apple.

Das Update bringt außerdem einen Effekt für die Rauschunterdrückung in Videos, Verbesserungen bei der Arbeit mit 360-Grad-Videos und Unterstützung für Untertitel im SRT-Format. Gemeinsam mit Final Cut Pro stellt Apple auch neue Versionen der Video-Tools Motion und Compressor zum Download bereit. Die Updates sind für bestehende Nutzer der Software kostenlos im Mac App Store erhältlich. Final Cut Pro X wird dort für 330 Euro angeboten, das Profi-Videoschnittprogramm gibt es bislang nur für macOS. (lbe)