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Final Cut Pro X 10.3: Touch Bar und überarbeitete magnetische Zeitleiste

Die neue Version von Apples Profi-Videoschnittprogramm integriert die Multi-Touch-Leiste der neu vorgestellten MacBook-Pro-Reihe. Farbige Clip-Markierungen erhöhen den Überblick in komplexen Projekten.

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Final Cut Pro X 10.3: Touch Bar und überarbeitete magnetische Zeitleiste

(Bild: Bild: Apple)

"Das ist unser größtes Update für Final Cut Pro, seitdem wir es vor fünf Jahren komplett umgestaltet haben", sagte Susan Prescott, Vice President of Apps Product Marketing bei Apple auf der Vorstellung am Donnerstagabend in Cupertino (vgl. Liveticker von Mac & i).

Der gesamte Workflow von Final Cut Pro X unterstütze ab Version 10.3 nun Aufnahmen mit vergrößertem Farbraum. Die neue Magnetic Timeline ermögliche es Anwendern, ihren Film auf den ersten Blick zu "verstehen", führte Apple in seiner Mitteilung aus. Farbige Markierungen anhand von Meta-Attributen wie Rolle oder Typ gäben Cuttern visuelle Orientierungsmöglichkeiten.

Zudem unterstützt FCPX nun die Video-Codecs ProRes MFX, Panasonic V-Log und exportiert das Format AVC-Intra.

Die Touch Bar zeigt eine stilisierte Zeitleiste zur schnellen Navigation.

Das Multitouch-fähige berührungsempfindliche Display, das der Hersteller in die ebenfalls im Oktober 2016 vorgestellten MacBook-Pro-Modelle an Stelle der Funktionstasten eingebaut hat, wird von der neuen Version des Videoschneiders umfangreich unterstützt, so Apple. Sie zeige jeweils passende Werkzeuge zum Organisieren, schneiden oder für die Farbabstufung. Eine farbcodierte interaktive Zeitleisten-Übersicht hilft beim schnellen Sprung durch ein Projekt.

Der Effekt "Fließen" soll für unsichtbare, geschmeidige Jump Cuts sorgen; das sind die Ruckler, die unweigerlich entstehen, wenn der Cutter einzelne Wörter oder Sätze aus einem Gespräch herausschneidet.

Final Cut Pro X 10.3 (5 Bilder)

Die Bedienoberfläche von FCPX 10.3 wirkt deutlich flacher und reduzierter. Verschwunden sind Verläufe und markige Knöpfe.

Der Befehl "Attribute entfernen" löscht ausgewählte Effekte, etwa Farbkorrekturen, auf mehreren Clips gleichzeitig. Bis zu Version 10.2 war es nur möglich, auf diese Art Effekte zu Clips hinzuzufügen. Standardisierte erweiterte Farbräume wie Rec. 2020 soll FCPX nun importieren, bearbeiten und ausgeben können.

Das Animationswerkzeug Motion beherrscht in der neuen Version 5.3 ebenfalls erweiterte Farbräume. Die 3D-Text-Funktion, Neuzugang bei der letzten Version, bekam eine Überarbeitung. Die Stapelverarbeitung Compressor gleicht sich optisch endlich den beiden anderen Videoschnitt-Tools an und verspricht eine End-to-End-Farbtreue.

Wer Final Cut Pro X bereits in den letzten fünf Jahren erworben hat, zahlt nichts für das Update des 300 € teuren Videoschnitt-Programms. Gleiches gilt für die Tools Motion und Compressor. macOS Sierra ist nicht notwendig, Updates werden auch unter OS X 10.11 (El Capitan) angeboten. (imj)