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Foxconn: Firmenserver gehackt, Petition gegen Arbeitsbedingungen

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Ein interner Bestellserver des OEM-Zulieferers Foxconn soll in der Nacht zum Donnerstag gehackt worden sein. Von dem taiwanischen Unternehmen, das unter anderem für Apple in China iPads und iPhones baut, wurden Zugangsdaten veröffentlicht, darunter auch Passwörter für Kunden wie Apple sowie das des Firmenchefs Terry Gou. Eine Gruppe namens Swagg Security bekannte sich zu dem Einbruch, Daten wurden auf Pastebin.com sowie als Leak-Paket bei PirateBay verbreitet.

Der gehackte Server diente offenbar Kunden wie Apple, HP oder Microsoft dazu, Bestellungen bei dem Auftragshersteller einzureichen. Das System soll nach dem Einbruch mit Bestellungen überflutet worden sein. Mittlerweile ist die Maschine aber nicht mehr am Netz. Swagg Security begründete den Hack mit den schlechten Arbeitsbedingungen bei dem Unternehmen, das allein in China Hunderttausende an einzelnen Standorten beschäftigt. [Update:] Im Swagg-Security-Bekennerschreiben heißt es im Detail, man sei zwar "sehr enttäuscht" über die Bedingungen bei Foxconn, man hacke aber konkret aus Gründen der Heiterkeit, die sich einstelle, wenn man eine Infrastruktur kompromittiere und zerstöre. "Wie unethisch, oder?" [/Update] Zuletzt war Apple wegen der Probleme bei Foxconn erneut stark in die Kritik geraten.

Unterdessen bereiten die US-Bürgerrechtsorganisationen Change.org und SumOfUs.org eine Protestaktion gegen Foxconn und Apple vor. Am Donnerstag sollen dazu im Apple Store Grand Central in New York rund 250.000 Unterschriften überreicht werden. "Bei Foxconn, einem der größten Produzenten von Apple, gibt es eine lange Geschichte von Selbstmorden, missbräuchlichen Arbeitsbedingungen und sehr schlechter Bezahlung. Diese Arbeitsbedingungen sind widerwärtig, insbesondere für Apple", so ein Sprecher. [Update:] Die Petition wurde unter großer Anteilnahme der Presse am Donnerstag an Apple-Store-Mitarbeiter übergeben. Vor Ort soll ein knappes Dutzend Aktivisten gewesen sein. [/Update] (bsc)