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Foxconn untersucht angeblichen Millionenbetrug mit ausgemusterten iPhone-Teilen

Mitarbeitern des Apple-Auftragsfertigers wird der Verkauf defekter Komponenten vorgeworfen. Daraus gebaute "iPhones" seien ein Millionengeschäft gewesen.

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(Bild: WDnet Creation/Shutterstock.com)

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Der Auftragsfertiger Foxconn hat am Mittwoch die Untersuchung eines angeblichen Betrugsfalls eingeleitet: Mitarbeitern eines großen Foxconn-Werkes in China wird vorgeworfen, ausgemusterte, eigentlich zur Zerstörung vorgesehene iPhone-Komponenten an Dritte verkauft zu haben.

Diese seien anschließend zusammengebaut und als vermeintlich von Foxconn produzierte Original-iPhones verkauft worden, wie taiwanische Medien berichten. Der Betrugsring habe damit über einen Zeitraum von drei Jahren gut 40 Millionen Dollar umgesetzt, heißt es weiter.

Apple-Chef Tim Cook zu Besuch in einem Foxconn-Werk.

(Bild: dpa, Bowen Liu/Apple)

Einem Bericht von Mirror Media zufolge wurde Apple im Juni von einem Tippgeber auf die Betrugsmasche hingewiesen und hat eine eigene Untersuchung eingeleitet.

Eine offizielle Stellungnahme des Konzerns liegt bislang nicht vor. Unklar bleibt, was genau an den Vorwürfen dran ist und ob die angeblich aus defekten Teilen montierten iPhones je in offiziellen Handelskanälen angeboten oder nur unter der Hand verkauft wurden.

Apple hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme damit, dass aus den riesigen Werken von Auftragsfertigern Bauteile noch unveröffentlichter iPhones geschmuggelt wurden und so schon vorab an Dritte und teils auch die Öffentlichkeit gelangten. Um dies zu stoppen, führte der Konzern Berichten zufolge schon vor mehreren Jahren erhebliche Kontrollen und Kennzeichnungen zur Nachverfolgung der Bauteile ein – solche Hardware-Leaks haben seitdem Seltenheitswert. Inzwischen dringen Details über zukünftige iPhones meist durch die Weitergabe schematischer Zeichnungen und CAD-Modelle durch – dem will Apple nun auch ein Ende setzen.

In diesem Jahr wurden mehrere Betrugsfälle rund um das Multi-Milliarden-Geschäft iPhone bekannt: In den USA hat ein Mann sich für schuldig bekannt, eine knappe Millionensumme mit einem Empy-Box-Trick bei Apple erschlichen zu haben – die bestellte Hardware sei nicht angekommen, gab der Betrüger vor. Andere Betrüger tauschten aus China importierte Fake-iPhones mit vorgeblichen Defekten bei Apple gegen echte iPhones um.

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(lbe)