Für Siri: Apple kauft sich Sprach-Start-up

Die irische Firma Voysis hat eine Analyseplattform für natürliche Sprache gebaut. Womöglich steht auch ein VR-Start-up auf Apples Einkaufsliste.

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Die Voysis-Website ist nun offline.

(Bild: Screenshot Voysis.com)

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Apple hat sich eine weitere junge KI-Firma einverleibt. Das irische Unternehmen Voysis ist nun Teil des Konzerns, wie das Unternehmen gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg bestätigte. Das Start-up hatte sich auf eine Erkennungsplattform spezialisiert, die natürliche Sprache erfasst, um diese dann virtuellen Assistenten für ein besseres Nutzerverständis bereitzustellen. Diese Plattform ist mittlerweile offline geschaltet und könnte nun für Apples Sprachassistentin Siri Verwendung finden.

Voysis arbeitete unter anderem an Shopping-Apps, die User-Wünsche besser versteht. Das soll intuitiver und einfacher möglich sein als bislang. Dazu konnten Firmen ihren Datenbestand hochladen und ihnen automatisiert durchsuchen lassen. Einfache Sätze wie "Ich brauche einen neuen LED-Fernseher" oder "Mein Budget liegt bei 1000 Dollar" konnten so verstanden werden. Die Plattform war als API in bestehende Apps integrierbar.

Apple kauft regelmäßig kleinere KI-Firmen. Voysis setzte unter anderem auf Wavents, eine Methodik, mit der natürlichere Sprachausgabe generiert werden kann. Außerdem setzte die Firma auf On-Device-KI, so ließen sich komplette Datenbanken auf unter 25 Megabyte schrumpfen. Apple ist sehr an solchen Methoden interessiert, weil der Konzern auch bei Siri vermehrt auf Datenvermeidung setzt.

Neben Voysis scheint sich Apple unterdessen auch für eine andere junge Firma zu interessieren. Laut einem Bericht von 9to5Mac gehört der iPhone-Hersteller zu den Interessenten an NextVR, einer Live-Event-Streaming-Plattform, die Virtual-Reality-Veranstaltungen ins Netz stellt. Diese soll zum Preis von rund 100 Millionen US-Dollar veräußert werden – eine Briefkastenfirma, die offenbar Apple gehört, soll nahezu alle Ingenieure von NextVR weiterbeschäftigen.

Mitarbeiter sollen nun nach Cupertino umziehen, hieß es. NextVR arbeitet unter anderem mit der US-Basketballliga NBA, den Wimbledon-Meisterschaften und dem US-Sender Fox Sports zusammen, zudem mit Konzertveranstaltern. (bsc)