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Funktionsfähiger Apple I: Museumsinsel statt Versteigerung

In München lässt sich demnächst eines der wenigen verbliebenen Exemplare der allerersten Apple-Computer im Museum betrachten. Ein Entwickler hat diesen als Dauerleihgabe bereitgestellt.

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40 Jahre Apple

Steve Wozniak und Steve Jobs mit Apple-I-Platine

(Bild: dpa, Apple/dpa)

Das Deutsche Museum in München zeigt ab Dezember einen Apple I in der Ausstellung Mikroelektronik. Der Ur-PC aus Steve Jobs' Garage werde als Dauerleihgabe von einem Software-Entwickler aus Euskirchen bereitgestellt, wie das Museum am Dienstag mitteilte. Der Rechner, der 1976 eine Revolution war, funktioniere sogar noch. Das Deutsche Museum habe schon einen Apple II sowie einen der ersten Macintosh-Rechner, den Steve Jobs persönlich vorbeigebracht habe, erklärte Generaldirektor Wolfgang Heckl. "Und jetzt wird unsere großartige Computersammlung um ein weiteres, wichtiges Stück ergänzt."

200 Exemplare des Apple I wurden damals produziert. Das Modell fürs Deutsche Museum gehöre zu den ersten, es habe die Seriennummer 22. Weltweit gibt es den Angaben zufolge noch knapp 70 Rechner, nur eine Handvoll funktioniert noch.

Als Bausatz ohne Gehäuse habe der Apple I damals im Laden 666,66 US-Dollar gekostet. Heute zahlen Sammler oder Museen teils bis zu 900.000 US-Dollar dafür. Zuletzt scheinen die Preise aber stark gefallen, so wurde im Mai ein ebenfalls noch funktionsfähiges Exemplar für 110.000 Euro in Köln versteigert – das Auktionshaus hatte Gebote bis 300.000 Euro erwartet.

Apple I im Deutschen Museum in München (3 Bilder)

Der Entwickler Achim Baqué mit Informatik-Kuratorin Anja Teuner bei der Übergabe des Apple I an das Deutsche Museum.
(Bild: Deutsches Museum )

Der Rechner gehört dem Software-Entwickler Achim Baqué aus Euskirchen, der historische Computer sammelt. "Bisher lag der Rechner in einem Banksafe in Köln – jetzt können ihn Technikbegeisterte in Augenschein nehmen. Ich wollte, dass er für die Öffentlichkeit sichtbar ist", betonte Baqué laut Mitteilung. Er habe ihn 2015 von dem Amerikaner Bob Luther gekauft, der seinen Rechner damals von einem Apple-Mitarbeiter der ersten Stunde bekommen hatte und über seinen Apple sogar ein Buch schrieb.

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