GEMA: Noch keine Verhandlungen mit Apple zum Thema iCloud

Damit Apple seine neuen Dienst "iTunes Match" und "iTunes in the Cloud" anbieten kann, müssten Lizenzen her, meint die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte.

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Von
  • Ben Schwan

Zu den bislang für Deutschland noch nicht angekündigten Funktionen innerhalb von Apples neuem iCloud-Service gehören "iTunes in the Cloud" sowie "iTunes Match". Mit "iTunes in the Cloud" ist ein neuerlicher Download bereits erworbener Titel möglich – dieses Feature steht amerikanischen Nutzern bereits seit Monaten zur Verfügung und ist in iTunes über den Menüpunkt "Gekaufte Artikel" erreichbar.

"iTunes Match" wiederum erlaubt es, gegen Zahlung von knapp 25 US-Dollar im Jahr bis zu 25.000 Songs mit Apples Musikdienst abzugleichen. Damit ist es dann möglich, die in der heimischen iTunes-Datenbank vorhandene CD-Sammlung auch über das Internet abzufragen. Die meisten Songs sollen automatisch "gematcht" werden, Titel, die nicht im iTunes-Angebot verfügbar sind, werden in iCloud hochgeladen.

Bei der deutschen Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz GEMA, geht man allerdings davon aus, dass Apple für [UPDATE] iTunes Match [/UPDATE] zunächst einen Lizenzvertrag schließen und damit auch Gebühren entrichten muss. Zwar gibt es Berichte, wonach Apple eine Internationalisierung beider neuer iTunes-Funktionen plant. Doch laut Angaben der GEMA hat es bislang keine Verhandlungen zu dem Thema gegeben, obwohl die Gesellschaft bereits seit Juni darauf wartet.

"Apple ist bisher noch nicht an die GEMA herangetreten, um eine Lizenz zu beantragen", bekräftigte nun eine Sprecherin gegenüber dem Fachdienst Netzwelt.de. In anderen europäischen Ländern soll es der GEMA zufolge hingegen bereits Lizenzvereinbarungen geben. Dies deckt sich mit Nutzerberichten, die den Musik-Redownload unter anderem in Frankreich, Irland, Spanien und Großbritannien bereits entdeckt haben wollen. "iTunes Match" startet wiederum frühestens Ende Oktober in den USA. (bsc)