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Gefälschte Shopping-Apps fluten Apples App Store

Die iOS-Apps setzen auf bekannte Namen von Marken und Händlern, um unbedarfte Nutzer zu täuschen – sowie auf bezahlte Suchergebnisse. Apple habe inzwischen Hunderte der Fake-Apps entfernt.

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Ein Entwickler namens "Footlocke" habe zum Beispiel mehrere Fake-Apps zum Download angeboten.

(Bild: Screenshot: New York Times)

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Vermeintliche Shopping-Apps großer Anbieter und Marken werden pünktlich zum Weihnachtsgeschäft zu einem Problem im App Store für iPhone und iPad, wie die New York Times berichtet. Allein in den vergangenen Wochen seien mehrere Hundert derartiger Fake-Apps durch Apples Zulassungsprüfung in den Store gelangt. Dazu zählte etwa eine Software, die sich als App des Sportartikelherstellers Puma ausgibt, sowie vermeintliche Apps der Einzelhandelskette Foot Locker und Christian Dior.

Manche der Fake-Apps seien relative harmlos und versuchen über eingeblendete Werbung Geld zu verdienen, es gebe aber auch Exemplare darunter, die an die Kreditkarteninformationen und weitere Daten des Nutzers gelangen wollen oder Malware erhalten – Details dazu nennt der Bericht allerdings nicht. Apple prüft bei der Zulassungskontrolle nicht spezifisch auf Markenrechtsverletzungen, hier müssen betroffene Unternehmen und Entwickler gewöhnlich selbst Kontakt mit dem Konzern aufnehmen und auf Fälschungen hinweisen.

Der iPhone-Konzern hat Ende vergangene Woche – nach einer Anfrage der New York Times – Hunderte dieser gefälschten Apps aus dem Store entfernt, schreibt die Zeitung, allerdings seien einen Tag später erste leicht modifizierte Varianten bereits wieder im App Store aufgetaucht. Die Spammer und Betrüger setzen dem Bericht zufolge auch auf bezahlte Suchergebnisse, um ihre Apps besonders prominent bei Suchanfragen zu bekannten Marken zu platzieren – Apple hat diese Banner in der App-Store-Suche erst vor wenigen Wochen in den USA eingeführt.

Besonders problematisch ist dies für Händler und Marken, die nicht mit einer eigenen App vertreten sind – hier stoßen Nutzer dann unmittelbar auf die Fälschungen. Man nehme die Sicherheit der Nutzer "sehr ernst", betonte ein Apple-Sprecher gegenüber der New York Times – Nutzer und Entwickler können verdächtige und betrügerische Apps melden, die dann "sofort untersucht" würden. Der Konzern wolle weiterhin wachsam sein. (lbe)