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Gegen Fingerprinting: Apple friert Safaris User Agent ein

Die Details verratende Zeichenkette soll der Apple-Browser künftig nicht mehr ändern – dies erhöhe die Kompatibilität und erschwere das Tracking einzelner Nutzer. Außerdem unterstützt Safari bald Progressive Web Apps.

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Apple Safari

Safari ist auf iPhone, iPad und Mac vorinstalliert.

(Bild: Apple)

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Apple hat größere Neuerungen für den auf iPhone, iPad und Mac vorinstallierten Web-Browser Safari in Aussicht gestellt: Safari wird künftig den User Agent nicht mehr verändern – eine Zeichenkette, die gewöhnlich unter anderem Versionsnummer, Browser-Name und Betriebssystem enthält und beim Abruf von Webseiten an den Server übertragen wird. Der User Agent String sei mit der Safari Technology Preview 46 “eingefroren” worden, teilte der Safari-Entwickler Ricky Mondello auf Twitter mit – die Zeichenkette werde sich in Zukunft nicht mehr ändern.

Dies soll zwei Probleme ausräumen, erklärt der Safari-Entwickler: Der User Agent werde für Fingerprinting verwendet und er führe bei Aktualisierung zu Problemen mit Webseiten, die auf eine spezifische Version von Safari ausgelegt sind. "Versucht nicht, den User Agent zu erschnüffeln, sondern erfasst Funktionen direkt", lautet Mondellos mahnender Hinweis an Web-Entwickler.


Das Browser-Fingerprinting soll einzelne Geräte und damit Nutzer auch erkennen und tracken können, wenn beispielsweise Cookies blockiert oder gelöscht werden. Der User Agent des Browsers ist eines unter vielen anderen Merkmalen, die dafür herangezogen werden. Apple hat in Safari 11 bereits eine Cookie-basierte Anti-Tracking-Funktion fest in den Browser integriert, die offenbar Wirkung zeigt: Eine große Werbefirma prognostizierte bereits einen erheblichen Umsatzrückgang für 2018, falls sich kein Weg zur Umgehung findet.

Die neue Safari Technology Preview 46 erweitert mit der Integration von “standardmäßig aktiven” Service Workers außerdem die Unterstützung von Progressive Web Apps (PWA) erheblich, wie sich schon im Sommer abzeichnete. Die Programmierschnittstelle soll die Grenze zwischen nativen Apps und Web-Apps verwischen und damit zugleich eine Cross-Plattform-Entwicklung vereinfachen: Die Service Workers erlauben Web-Apps etwa, Inhalte für den Offline-Gebrauch zwischenzuspeichern sowie Push-Nachrichten zu beziehen.

Die in der Safari Technology Preview für macOS eingeführten Neuerungen landen gewöhnlich nach einigen Monaten in der Endnutzerfassung des Browsers auf iPhone, iPad und Mac. (lbe)