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Gerichtsdokumente: Samsung verkaufte anfangs deutlich weniger Galaxy Tabs

Im Laufe des zweiten Patentprozesses gegen Apple sind geheime Unterlagen veröffentlicht worden. Demnach verkauften die Südkoreaner die Hälfte der im Januar 2011 in den Medien verbreiteten Stückzahl.

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Im aktuell laufenden zweiten Patentprozess zwischen Samsung und Apple tauchen immer wieder sehenswerte bis eher peinliche interne Dokumente auf. Erwischte es anfangs vor allem den iPhone-Hersteller, sind nun die Südkoreaner an der Reihe.

Wie das US-Wirtschaftsblatt Fortune schreibt, wurden nun Unterlagen veröffentlicht, die zeigen, dass Samsung beim Tablet-Verkauf anfangs deutliche Schwierigkeiten auf dem US-Markt hatte.

Tablet-Verkaufsvolumen im US-Markt im Jahr 2011.

(Bild: Samsung / Gerichtsunterlagen)

Laut einer Analyse von Strategy Analytics aus dem Januar 2011 sollte Samsung angeblich bereits zwei Millionen Galaxy Tabs verkauft haben, was Apples Marktanteil im Weihnachtsgeschäft innerhalb von nur sechs Wochen von 95 auf 75 Prozent heruntergedrückt hätte. Allerdings stimmte diese Zahl nicht, wie ein als "Top Secret" gekennzeichnetes Papier zeigt, das Apples Anwälte bei Samsung ausgegraben haben. Demnach wurde von den Geräten im genannten Zeitraum gerade einmal die Hälfte abgesetzt.

Im Gesamtjahr 2011 zählte Samsung insgesamt 17,4 Millionen verkaufte iPads, Amazons Kindle Fire lag bei fünf Millionen Stück, der Nook von Barnes & Noble bei 1,5 Millionen und Samsung selbst mit dem Galaxy Tab bei nur einer Million. Die USA waren und sind Samsungs größter Smartphone-Markt. (bsc)