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Gerücht: Intel-Hardware in zukünftigen iPhones

Jahrelang stammten die Modems in Apples Smartphones von Qualcomm. Ein Bericht legt nun nahe, dass zumindest einige Versionen kommender iPhones stattdessen auf Intel-Module setzen könnte.

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In manchen zukünftigen iPhone-Modellen könnte Mobilfunktechnik von Intel stecken.

(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

Apple könnte bei einigen künftigen iPhones Funkmodems von Intel verbauen. Das berichtet der Branchendienst Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen. Demnach erwägt Apple, die Intel-Hardware in iPhones einzubauen, die für den US-amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T Inc. und einige Märkte außerhalb Amerikas bestimmt sind. Die Mehrzahl der Modelle, etwa die für Verizon und den umsatzstarken chinesischen Markt, würden hingegen weiterhin Qualcomm-Modems nutzen.

Für Intel wäre das endlich mal wieder eine gute Nachricht im Smartphone-Segment: Der Chip-Riese hatte im vergangenen Jahr unter anderem einige deutsche Standorte geschlossen und vor kurzem aus mangelndem Interesse der Smartphone-Firmen die weitere Entwicklung seiner Atom-Chips für Android-Phones eingestellt. Überhaupt wäre Apple damit der erste größere Kunde, der Intels Funkmodems in einem Smartphone einsetzt. Zwar steckte im ersten iPhone 2007 noch Funktechnik der Firma Infineon Technologies, deren Mobilfunksparte Intel 2011 kaufte. Später entschied sich Apple aber aufgrund besserer Leistung für Qualcomm, deren Modems seit dem iPhone 4 in der Mehrzahl der Geräte stecken. Aktuell hält Intel trotz intensiver Bemühungen und starker Investitionen nur einen Marktanteil von unter 1 Prozent.

Bloomberg sieht in Apples Entscheidung keine grundsätzliche Abkehr von Qualcomm als Ausrüster, zumal die Qualcomm-Chips ihren Intel-Pendants in puncto Geschwindigkeit nach wie vor überlegen seien. Vielmehr wolle Apple vermutlich durch einen zweiten Ausrüster eine bessere Position bei Preisverhandlungen erreichen.

Die nächste Ausgabe von Apples Smartphone erscheint voraussichtlich im Herbst und wird vermutlich iPhone 7 heißen. Es wird erwartet, dass die Firma auf der am Montag beginnenden Entwicklerkonferenz WWDC einen Ausblick auf die nächste Version seines mobilen Betriebssystems iOS gibt; dass auch Details zu kommenden iPhones verraten werden, gilt als unwahrscheinlich. (bkr)