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Großinvestor fordert mehr Aktienrückkäufe von Apple

Der US-Finanzier Carl Icahn tischt in einem offenen Brief seine alte Forderung wieder auf: Apple solle den Rückkauf von Aktien ausweiten, um den Aktienkurs zu beflügeln. Kritik an CEO Tim Cook sei dies aber nicht, betonte der Milliardär.

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Apples Großinvestor Carl Icahn hat einen neuen Angriff auf die Bargeld-Reserven des iPhone-Herstellers gestartet. In einem langen offenen Brief an CEO Tim Cook forderte Icahn am Donnerstag, die Aktienrückkäufe auszuweiten. Die Börse reagierte gelassen, Apples Anteilsscheine notierten vorbörslich leicht im Plus.

Apple-Chef Tim Cook (l) und Großaktionär Carl Icahn.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach/Archiv)

Sein Anliegen trug Icahn mit einer Charme-Offensive vor: Cook und sein Team lieferten exzellente Arbeit, Anleger würden das jedoch nicht ausreichend schätzen, deshalb sei Apple an der Börse unterbewertet. Um den Kurs auf ein angemessenes Niveau zu hieven, solle das Unternehmen mehr eigene Aktien zurückkaufen.

In einer ersten Reaktion erklärte Apple gegenüber CNBC, der Konzern höre immer gerne von seinen Aktionären – man werde das Aktienrückkaufprogramm wie angekündigt alljährlich prüfen und dabei auch die Anregungen der Anteilseigner berücksichtigen.

Icahn war 2013 in größerem Stil bei Apple eingestiegen und hatte dann lautstark nach einer Ausweitung der Aktienrückkäufe verlangt. Im Februar gab er vorerst Ruhe. Im Mai hat der Finanzier seinen Apple-Aktienbestand zum dritten Mal aufgestockt.

[Update 9.10.2014 18:20 Uhr] Icahn erwartet für 2016 kurzerhand einen UltraHD-Fernseher von Apple und glaubt, der Konzern könne 12 Millionen Stück im ersten Jahr absetzen und 25 Millionen im Folgejahr – der Durchschnittspreis des 55" und 65" TVs liege bei 1500 Dollar. (mit Material der dpa) / (lbe)