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HTML5-Player: Amazon Prime Video unterstützt Safari

Mac-Nutzer müssen nicht länger Microsofts Silverlight-Plugin installieren, um Filme und TV-Serien des Video-Streamingdienstes in Safari wiederzugeben. Die AirPlay-Ausgabe wird jedoch unterbunden.

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Amazon Prime Video
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Amazons HTML5-Player funktioniert nun auch mit Safari: Nutzer des Apple-Browsers müssen damit nicht länger Microsofts Silverlight-Plugin installieren oder einen anderen Browser wie Google Chrome oder Firefox einsetzen, um Amazon Video respektive Amazon Prime Video auf dem Mac zu nutzen. Amazon empfiehlt seit längerem die Verwendung des HTML5-Players, da dieser für den Dienst optimiert sei und keinerlei Plugins benötigt werden.

Eine AirPlay-Übertragung des Videos an Apple TV ist vom Mac aus derzeit nicht möglich: Amazon Video zeigt dann einen “HDCP-Fehler” und führt an, das Video könne nicht abgespielt werden, “da es die Standards zum Schutz von Inhalten nicht erfüllt”.

Der HTML5-Player von Amazon Video funktioniert mindestens unter Safari 10.0.1 in macOS 10.12.1 Sierra. Ob auch ältere Versionen von Mac OS X unterstützt werden, bleibt vorerst offen. Amazon führt den Browser bislang noch nicht in den Systemvoraussetzungen für die HTML5-Wiedergabe auf. Unklar ist auch, ob bei Amazon ähnliche Hardware-Voraussetzungen bestehen wie bei Netflix’ HTML5-Player, dieser ist erst bei Macs ab Baujahr 2012 generell verfügbar sowie bei “ausgewählten” 2011er-Modellen.

Um Amazon Video per AirPlay und Apple TV am Fernseher auszugeben, müssen Nutzer weiter auf Amazons iOS-App zurückgreifen. Eine tvOS-Version für Prime Video liegt bislang nicht vor. Man biete die Amazon-Video-App nur auf Geräten mit “akzeptablen Geschäftsbedingungen” an, führte Amazon-Chef Jeff Bezos im Sommer als Grund an. Details wurden nicht genannt.

Amazon hatte im Oktober vergangenen Jahres – kurz nach der Einführung der vierten Apple-TV-Generation – sowohl Apples TV-Box als auch Google Chromecast aus dem Programm genommen. Auch Dritt-Händler dürfen die Geräte seitdem offensichtlich nicht mehr über die Plattform des Retail-Riesen vertreiben. Als Begründung führte das Unternehmen an, man wolle "Verwirrung bei den Verbrauchern" vermeiden, weil Amazon Video auf diesen Streaming-Geräten eben nicht vertreten ist. Amazon vertreibt mit dem Fire TV und Fire TV Stick eigene Streaming-Hardware. (lbe)