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Hands-on: Apples neues MacBook Pro mit 16"-Display

Apple legt die Profi-Notebook-Reihe mit einer völlig neuen Tastatur und mehr Grafik-Leistung frisch auf. Das 16"-Modell löst den 15"-Vorgänger ab.

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Apples neues MacBook Pro hat einen größeren Bildschirm – und eine neue Tastatur.

(Bild: Christoph Dernbach, dpa)

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Seit etlicher Zeit rumort es unter Besitzern des MacBook Pro, die mit der Qualität der Tastatur nicht zufrieden sind. Zumindest bei einigen von ihnen reagiert das Butterfly-Keyboard nicht so wie gewünscht. Nach mehreren Versuchen, das Design der MacBook-Pro-Tastatur robuster und weniger anfällig zu machen, versucht Apple mit dem am Mittwoch vorgestellten 16" MacBook Pro einen Neuanfang.

Das Profi-Notebook wird nun mit einem neu gestalteten Keyboard ausgeliefert, das sich am Design der iMac-Tastatur orientiert und wieder auf eine Scherenmechanik setzt. In einem ersten Kurztest hinterließ die nun in Anlehnung an die Desktop-Ausführung "Magic Keyboard" genannte Tastatur einen guten Eindruck, wir konnten schnell und flüssig tippen. Wie zuverlässig das Eingabegerät über einen längeren Zeitraum hinweg sein wird, muss sich noch beweisen.

Beim Neu-Design der Tastatur ist Apple auch auf Software-Entwickler zugegangen. Sie erhalten nun links neben der berührungsempfindlichen Touch Bar mit den virtuellen Tasten die so häufig genutzte Esc-Funktion als reguläre Taste zurück. Auch die Pfeiltasten hat der Konzern in Reaktion auf Nutzerkritik angepasst, sie sind nun wieder klassisch in Form eines kopfstehenden T angeordnet.

Apple bestückt das neue MacBook Pro weiterhin mit Intel-Mikroprozessoren. Anstelle des 6-Kern-Core-i7 kann man beim Kauf wieder Intels Core i9 mit 8 Kernen wählen. An der CPU-Auswahl hat sich offenbar nichts geändert. Erstmals sorgt AMDs GPU-Serie Radeon Pro 5000M für Grafiktempo. In den größeren Konfigurationen sitzt eine Pro-Version der im Oktober vorgestellten Radeon RX 5500M mit 7-nm-GPU Navi 14 (1408 Shader-Rechenkerne, 4-8 GByte GDDR6-Speicher). Die Radeon Pro 5300M für Einsteiger hat AMD selbst noch nicht enthüllt.

Beim Bearbeiten von Videos in Programmen wie Final Cut Pro oder Adobe Premiere sieht man nun die Auswirkungen von Filtern oder Belichtungskorrekturen in Echtzeit, die beim Vorgängermodell erst gerendert werden mussten.

Apples 16" MacBook Pro (2019) (9 Bilder)

Mit dem größeren 16"-Display bringt das neuen MacBook Pro auch etwas mehr auf die Waage: Apple beziffert das Gewicht nun auf 2 Kilogramm. Der Vorgänger wog gut 1,8 Kg.
(Bild: Christoph Dernbach, dpa)

Video-Profis profitieren beim neuen MacBook Pro nicht nur von dem etwas größeren Bildschirm – 16 Zoll mit einer Auflösung von 3072 x 1920 Pixel (226 dpi) statt bislang 15 Zoll (2880 x 1800 Pixel bei 220 dpi) –, sondern auch von den neuen Speicheroptionen: Das Gerät gibt es in Konfigurationen von bis zu 64 GByte Arbeitsspeicher. Mit 512 GByte und 1 TByte sind die SSDs in den beiden Standardmodellen doppelt so groß wie früher. Außerdem bietet Apple eine neue 8-TByte-SSD-Option, mehr als bei jedem Notebook der Konkurrenz.

Einen riesigen Unterschied zum Vorgänger kann man beim Sound feststellen. Sechs Lautsprecher sorgen für eine Klangqualität, wie wir sie noch nie zuvor bei einem Notebook erlebt haben, auch nicht bei hochgezüchteten Game-Maschinen aus dem Windows-Lager. Das MacBook Pro überzeugt mit einem satten, breiten Stereoklang und einem vollen Bass. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass dabei das Gehäuse nicht scheppert.

Auch beim Sound-Input legt Apple die Messlatte höher: Drei eingebaute Mikrofone zeichnen den Ton auf. Dabei werden Hintergrundgeräusche weitgehend ausgeblendet. Das macht das Gerät nicht nur für Podcaster interessant, die ihre Sendungen von unterwegs aus aufzeichnen wollen, sondern verbessert auch die Tonqualität von Videokonferenzen.

Beim neuen 100-Wattstunden-Akku ging Apple genau an die Grenze des rechtlich erlaubten: Nach den Regeln der US-Flugaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) dürfen Laptops mit Lithium-Akkus nur dann in einem Flugzeug transportiert werden, wenn sie diese Kapazität nicht übersteigen. Das Vorgängermodell bot 84 Wh. Das neue MacBook soll damit durchschnittlich elf Stunden lang durchhalten, eine Stunde länger als zuvor. Das Netzteil liefert nun 96 statt 86 Watt bei gleicher Größe. Beim WLAN hat es Apple beim alten Standard 802.11ac belassen, während die 2019er-iPhones schon mit 802.11ax funken.

Die Ausstattung des Edel-Notebooks, das mit macOS 10.15 Catalina ausgeliefert wird, lässt sich der Hersteller gut bezahlen: Das neue 16" MacBook Pro ist in der Einsteigerversion ab knapp 2700 Euro zu haben. Damit liegt der Preis genau auf dem Niveau des 15"-Vorgängermodells, das nun ausläuft. Schnellere Prozessoren und zusätzlicher Speicher lassen die Kosten aber deutlich ansteigen. Apple startet den Verkauf bereits in dieser Woche.

[Update 13.11.2019 14:55 Uhr] In Maximalausstattung mit 8 TByte SSD und 64 GByte Arbeitsspeicher kostet das neue 16" MacBook Pro knapp 7140 Euro.

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(Christoph Dernbach) / (lbe)