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Mac & i

High-End-Grafikkarte von Nvidia mit Mac-Unterstützung

Die Titan Xp wird auch unter macOS laufen. Allerdings gestaltet sich die Verwendung nicht ganz einfach – denn es fehlt eigentlich der passende Mac.

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Schön kantig: Die Titan Xp ist Pascal-basiert.

(Bild: Hersteller)

Nvidia hat angekündigt, dass die neue Titan Xp, die das Unternehmen als "stärkste Grafikkarte der Welt" tituliert, zu Macs kompatibel sein wird. Die in Nordamerika 1200 US-Dollar teure Karte – der hiesige Preis liegt laut Website bei 1359 Euro – mit 12 GByte GDDR5X-Speicher lässt sich über neue Nvidia-Pascal-GPU-Betatreiber ansprechen, die für macOS publiziert werden sollen.

Eine Veröffentlichung der Software ist noch im April geplant. "Erstmals gibt dies Mac-Nutzern Zugriff auf die immense Leistung unserer Pascal-GPUs", so Nvidia in einem Statement. Die Treiber arbeiten mit der gesamten Serie 10 des Unternehmens zusammen. Bislang konnten Mac-User nur Maxwell-GPUs aus der Serie 9 nutzen.

Problematisch ist allerdings, dass es derzeit gar keine aktuellen, für die Titan Xp passenden Macs gibt. So akzeptiert der aktuelle Mac Pro im Aluröhren-Design keine externen Grafikkarten – und ein neuer, modularer Mac ist nicht mehr in diesem Jahr zu erwarten.

Wer die High-End-Karte verwenden möchte, muss sich daher mit Tricks behelfen. Es gibt insgesamt drei Möglichkeiten. So kann man die Titan Xp in einem selbstgebauten Hackintosh verwenden (siehe Mac & i Heft 1/2017 mit ausführlichen Details zum Bau eines solchen Geräts), sie in einem alten Mac Pro ("Käsereibe") betreiben oder hoffen, dass die Titan Xp in einem externen PCIe-Gehäuse verwendbar ist, das per Thunderbolt 3 an einem MacBook Pro der aktuellen Generation hängt. Die Titan Xp ist allerdings 10,5 Zoll lang, zu groß etwa für Sonnets Echo Express SE I, das Karten bis zu einer Länge von 7,75 Zoll verträgt. Die Maximaltemperatur der Titan-Xp-GPU liegt bei 96 Grad, die empfohlene Systemleistung liegt bei 600 Watt, die Karte selbst benötigt 250 Watt.

Die maximale digitale Auflösung der Titan Xp beträgt 7680 mal 4320 Bildpunkte bei 60 Hertz. Insgesamt sind 3840 CUDA-Kerne verbaut, der Boost-Clockspeed liegt bei 1482 MHz, die Speicherbandbreite bei 547,7 GB/s.

Weitere Details zur Titan Xp lesen Sie auch bei heise online.

[Update 10.04.17 12:15 Uhr:] Laut Angaben von Sonnet würde das Echo Express SE I grundsätzlich nicht mit der Titan Xp arbeiten, weil es sich nicht um ein GPU-Chassis handelt, reguläre Grafikkarten also gar nicht unterstützt werden. Sonnet arbeitet allerdings an einem eigenen GPU-Chassis – ob dieses mit der Titan Xp kompatibel sein wird, ist jedoch noch unklar, zumal wahrscheinlich Anpassungen in macOS Sierra vorgenommen werden müssen. (bsc)