High Sierra: Neue Firmware für Mac Pro und kontinuierliche EFI-Checks

Besitzer des silbernen Mac Pro müssen vor der Installation von macOS 10.13 erst die Firmware aktualisieren. Außerdem wurde bekannt, dass High Sierra das EFI wöchentlich überprüft.

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High Sierra: Neue Firmware für Mac Pro und kontinuierliche EFI-Checks

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan
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Besitzer des Mac Pro mit silbernem Alu-Gehäuse, auch gerne "Käsereibe" genannt, können macOS 10.13 alias High Sierra nicht ohne weiteres installieren. Vor der Installation des Betriebssystems müssen Besitzer der zwischen Juni 2012 und Oktober 2013 produzierten Maschine, die den Gerätecode MacPro5,1 tragen, ein Firmware-Update einspielen. Dieses ist Teil des High-Sierra-Installers und taucht bei betroffenen Modellen automatisch vor dem Start der eigentlichen Installation auf.

Die neue Firmware wird nach einem Neustart eingespielt. Dazu wird der Mac Pro zunächst heruntergefahren. Anschließend muss der Nutzer den Einschaltknopf drücken, bis die Stromversorgungs-LED blinkt oder man einen langen Ton hört. Anschließend erscheint ein grauer Bildschirm mit Apple-Logo und Fortschrittsbalken. Ist das Aufspielen der neuen Firmware beendet, startet der Mac Pro wie gewohnt neu. Der Update-Prozess dauert einige Minuten und darf keinesfalls unterbrochen werden. Angaben dazu, was die neue Firmware enthält, machte Apple zunächst nicht. Es ist allerdings recht ungewöhnlich, dass Macs vor dem Einspielen eines neuen Betriebssystems zunächst eine neue Firmware benötigen. Der "Käsereibe"-Mac Pro ist allerdings auch ein relativ altes Modell.

Eine weitere Neuigkeit zum Thema Firmware betrifft unterdessen alle Besitzer von auf High Sierra aktualisierten Macs. Wie das Blog eclecticlight.co festgestellt hat, liefert macOS 10.13 nun ein neues Werkzeug namens "eficheck" mit, dass das Extensible Firmware Interface des Rechners einmal in der Woche auf Konsistenz überprüft. Dabei wird die EFI-Firmware mit Apples Original abgeglichen um zu prüfen, ob es zu Manipulationen gekommen sein könnte. Das EFI gilt als potenzielles Einfallstor für Hacker.

Geht der Check gut aus, erfolgt keine Nutzerinformation. Wurde die EFI-Firmware manipuliert, erscheint ein Dialog, der Rechner habe ein "potenzielles Problem" erkannt. Anschließend kann man sich einen Bericht zeigen lassen und diesen auch an Apple senden. Der Bericht soll keine Daten aus dem NVRAM enthalten. Allerdings ist unklar, was passiert, wenn man den Bericht absendet – wie ein Nutzer die manipulierte Firmware loswird, bleibt Apples Geheimnis. (bsc)