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HomeKit: Apple bewirbt alle Partner – außer Nokia

In einer ausführlichen Liste nennt der iPhone-Konzern erstmals Hersteller, die HomeKit-kompatible Heimvernetzungstechnik anbieten – mit Ausnahme des Nokia-Aufkaufs Withings. Withings-Hardware hat Apple bereits aus dem Store geworfen.

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HomeKit
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Apple hat die Werbemaßnahmen rund um das Heimvernetzungssystem HomeKit verstärkt: Alle Hardware-Partner und HomeKit-kompatiblen Produkte für der iPhone-Hersteller nun auf einer bislang nur für den US-Markt gedachten Sonderseite auf – mit einer prominenten Aussparung: Withings' Home Plus fehlt in der Auflistung, obwohl die HomeKit-Anbindung für die Überwachungskamera schon im Januar angekündigt wurde. Bestehende Kunden sollen HomeKit-Unterstützung durch ein (kostenpflichtiges) Software-Update freischalten können.

Die HomeKit-Integration ermöglicht die Einrichtung und Steuerung der Kamera über Apples in iOS 10 vorinstallierte Home-App, die Nutzer zudem per Benachrichtigung auf erfasste Ereignisse wie Geräusche oder Bewegungen hinweisen soll. In Home lässt sich auch ein Livestream der Kamera einsehen sowie Daten der integrierten Sensoren abfragen. Andere HomeKit-taugliche Überwachungskameras führt Apple hingegen auf, darunter D-Links Omna 180.

Withings Home Plus (13 Bilder)

Die Nicht-Erwähnung des Withings-Produktes ist offenbar eine weitere Reaktion auf einen großen Patentstreit mit Nokia – der finnische Konzern hat Withings im vergangenen Jahr übernommen, alle vernetzten Produkte, darunter etwa eine Waage und ein Fieberthermometer, sollen künftig unter dem Markennamen “Nokia” geführt werden. Sämtliche Withings-Produkte hat Apple bereits im vergangenen Dezember aus dem eigenen Handelskanal verbannt.

Nokia hat Apple kurz vor Weihnachten 2016 in elf Ländern wegen der angeblichen Verletzung von 40 Patenten verklagt – und will einen Einfuhr- und Verkaufsstopp für das iPhone in den USA erzielen.

Der iPhone-Konzern geht juristisch gegen Nokia sowie mehrere Patentverwerter vor und wirft diesen wettbewerbswidriges Verhalten vor: Nokia bediene sich der “Taktiken eines Patenttrolls”, so Apples Vorwurf, denn der finnische Konzern weigere sich, Lizenzen für grundlegende Patente auf fairer Basis anzubieten. Durch Aufteilung des Patentportfolios unter Patentverwertern versuche Nokia, Unternehmen wie Apple “exorbitante Umsätze abzunötigen”. (lbe)