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HomePod: Apple entwickelt an smartem Lautsprecher schon seit fünf Jahren

Das Projekt sei mehrmals gestoppt und neu gestartet worden, heißt es in einem Bericht. Die Siri-Unterstützung kam demnach erst spät hinzu.

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Der HomePod sollte eigentlich bereits im Dezember 2017 auf den Markt kommen, verzögert sich nun aber ins nächste Jahr.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Apples HomePod-Projekt hat eine lange Vorgeschichte. Wie der üblicherweise gut informierte Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtet, bemüht sich Apple bereits seit fünf Jahren um die Produktion eines eigenen Lautsprechersystems – einem echten "HiFi-Speaker" im Sinne von JBL, Harman oder Bose.

Vor fünf Jahren sei das Vorhaben als "Nebenprojekt" innerhalb einer kleinen Gruppe von Mac-Audioingenieuren entstanden und soll als Zielgruppe Audiophile gehabt haben. Dazu seien auch Ex-Mitarbeiter von Lautsprecherfirmen beschäftigt worden. Das Projekt habe erst zwei Jahre später einen offiziellen Codenamen erhalten und auf die Zubehörabteilung Apples übergegangen. Aus einem 90 Zentimeter hohen HiFi-Lautsprecher war bis zu dem Zeitpunkt der Ananas-förmige kleine HomePod geworden, den Apple auch als Konkurrent zu Amazons Echo-Lautsprecher begreift.

Entsprechend soll die Unterstützung der Sprachassistentin Siri im HomePod auch fast nur "ein nachträglicher Einfall" des Konzerns gewesen sein. Apple intern habe man Echo sowie das Konkurrenzsystem von Google, Home, als "große verpasste Chance" begriffen. Dennoch benötigt der HomePod für viele Funktionen ein angebundenes iPhone. Eine Steuerung von Apps ist zudem nur in begrenztem Umfang möglich. Dazu gehört, dass man anfangs Streamingdienste externer Anbieter wie Spotify per HomePod nicht kontrollieren können wird – Apples hauseigenen Musikdienst Apple Music aber schon.

Anfangs sieht Apple für den HomePod zudem nur bestimmte App-Kategorien vor, darunter Messaging-, Notiz- und Aufgabenlistenprogramme. Selbst ein Taxi kann man mit dem HomePod anfangs wohl nicht rufen, sollte Apple seine APIs nicht entsprechend erweitern. Im HomePod verbaut Apple sein älteres SoC A8. Das Gerät verfügt über eine eigene Einmesseinrichtung und soll seinen Klang an die jeweiligen Räumlichkeiten anpassen können.

Einen geplanten HomePod-Liefertermin für englischsprachige Regionen im Dezember hatte Apple zuletzt verpasst. Apple hatte die Verschiebung damit begründet, dass das Gerät noch nicht bereit zur Auslieferung sei und man mehr Arbeit investieren will. 350 US-Dollar soll der HomePod kosten, wenn er denn auf dem Markt ist. Europreise wurden noch nicht genannt. (bsc)