HomePod-Firmware: Noch mehr Details zum iPhone 8

iOS-Hacker nehmen die offenbar versehentlich publizierte Software weiter auseinander und haben noch mehr Angaben zur nächsten Apple-Smartphone-Generation gefunden – unter anderem zur Auflösung und zu Touch ID.

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HomePod-Firmware: Noch mehr Details zum "iPhone 8"

Referenzen aus der HomePod-Firmware, die auf eine Gesichtserkennung schließen lassen.

(Bild: Guilherme Rambo / Twitter)

Von
  • Ben Schwan

Die am Wochenende von Apple publizierte erste HomePod-Firmware entwickelt sich zur wahren Leak-Maschine: iOS-Hacker haben bei ihrer Analyse weitere Details und Hinweise zum iPhone 8 gefunden, das im September vorgestellt werden soll. So steckt in einer "CellDecodingFormat"-Referenz etwa die vermutliche Auflösung des weitgehend randlosen Geräts: 2436 mal 1125 Bildpunkte.

Während es zu einem neuen, direkt im Bildschirm steckenden Touch-ID-Fingerabdrucksensor mit Ultraschalltechnik laut dem Entwickler Steve Troughton-Smith bislang keine Hinweise gibt, enthält die Firmware eine Reihe Verweise zu einer neuen Gesichtserkennung, die in der Gerüchteküche aktuell unter dem Begriff "Face ID" läuft. So hat der iOS-Hacker Guilherme Rambo unter anderem Verweise auf die Erkennung verschiedener Gesichtsausdrücke gefunden. Zuvor waren Referenzen zu einer IR-basierten Gesichtserkennung entdeckt worden. Troughton-Smith glaubt nicht mehr daran, dass es einen In-Display-Touch-ID-Sensor geben wird: "Sieht nach nicht mehr in diesem Jahr aus. Streicht das."

Gefunden haben die Hacker außerdem eine Reihe von Routinen, die die neue "Status Bar" des iPhone 8 betreffen. Diese befindet sich im oberen Bereich des Geräts neben der Einbuchtung für Kamera und Lautsprecher. Es gibt verschiedene Methoden, diese zu teilen, sie soll unter anderem Signalstärke, Bluetooth- und Akku-Status und weitere Informationen enthalten – nur eben zweigeteilt.

Den nicht mehr vorhandenen physischen Home-Knopf bezeichnet Apple laut dem Entwickler nicht mehr mit "Home Button" sondern mit "Home Indicator". Das Betriebssystem habe zudem keine Probleme damit, diesen in manchen Zuständen gänzlich zu verstecken – denkbar etwa für Vollbild-Apps und Videos.

Es ist nach wie vor unklar, wie es dazu kam, dass Apple die HomePod-Firmware schon jetzt auf seine Server gestellt hat – und zudem derart viele Referenzen zum iPhone 8 mitlieferte. Augenscheinlich handelte es sich bei der Veröffentlichung um einen Fehler. Der smarte Lautsprecher HomePod selbst erscheint erst im Dezember. Zu diesem wurde nun bekannt, dass das kleine LED-Display auf der Oberseite eine Auflösung von 272 mal 340 Bildpunkten haben wird und die Hardware wohl über 1 GByte RAM verfügt. (bsc)