HomePod-Firmware: iOS-Hacker finden noch mehr Details zu neuen Apple-Produkten

Die von Apple selbst Monate zu früh veröffentlichte Software enthält auch Angaben zu neuen Funktionen der Apple Watch, liefert die geplanten Systemklänge mit und bringt zudem ein weiteres interessantes Detail zum "iPhone 8".

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HomePod

Apples HomePod soll erst im Dezember auf den Markt kommen.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Die zum Wochenende von Apple über öffentliche Server verteilte Firmware für den erst im Dezember erscheinenden smarten Lautsprecher HomePod wird weiter von iOS-Hackern untersucht. Diese hatten bereits diverse Details zum "iPhone 8" und der im HomePod verbauten Hardware entdeckt – inklusive einem Formfaktor-Bild von Apples nächstem Smartphone samt dem Hinweis, dass es womöglich nur noch über eine Gesichtserkennung zur Absicherung statt einem Fingerabdrucksensor verfügt.

Der Entwickler Jeffrey Grossman erkannte nun in der Firmware sogar Referenzen auf die Apple Watch. Diese scheint von Apple demnächst die Möglichkeit zum Erfassen von Skisport-Workouts verpasst zu bekommen. Die entsprechenden Strings nennen sich unter anderem "SkiingWorkoutEventCollector", "SkiData" oder "DownhillSnowSportsDistance". Einem anderen Bastler gelang es, die im HomePod verwendeten Systemklänge zu extrahieren. Sie enthalten unter anderem einen recht angenehmen Alarmton.

Auf Reddit tauchten unterdessen Verweise auf eine drahtlose Ladefunktion für das "iPhone 8" auf, die ebenfalls aus der HomePod-Firmware stammen. Zu den entsprechenden Referenzen zählt ein String namens "CanChargeInductive" ("kann induktiv aufgeladen werden"). Seit Monaten wird in der Gerüchteküche darüber spekuliert, dass Apples nächste Smartphone-Generation endlich ein Laden ohne Kabel erlaubt – vermutlich auf Basis des Qi-Standards.

Wie es dazu kam, dass Apple eine derart mit potenziellen Leaks vollgestopfte Firmware veröffentlichen konnte, ist nach wie vor unklar. Der Apple-Blogger John Gruber, in Richtung Cupertino üblicherweise gut vernetzt, schrieb, Apple sei kurz davor gewesen, ein Prototypmodell des HomePod an interne Tester zu vergeben, weshalb man ein Over-the-Air-Firmware-Update auf seine Server gestellt habe.

Da dieses nur für Apple-Angestellte gedacht war, sei das Betriebssystem ohne die üblichen Flags kompiliert worden, die in Betaversionen verhindern, dass Informationen zu noch nicht veröffentlichter Hardware durchsickern. Dieser Build sei – aufgrund der Zielgruppe – vielleicht kein Fehler gewesen. Dass der Vertrieb dann aber über einen "world-readable"-Server erfolgt sei, durchaus. (bsc)