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HomePod: Was wir über Apples schlauen Lautsprecher wissen – und was nicht

Noch in diesem Jahr soll der erste Smart Speaker mit Siri auf den Markt kommen, zumindest in englischsprachigen Ländern. Apple gibt sich mit Details weiter zurückhaltend.

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HomePod

(Bild: Apple)

Das Jahr ist bald vorbei, doch vom HomePod ist noch nichts zu sehen. Apple scheint sich strikt an seinen im Sommer veröffentlichten Plan zu halten, den Siri-Lautsprecher erst im Dezember auf den Markt bringen zu wollen – und so lange zu schweigen. Selbst bei der für den Konzern enorm wichtigen Vorstellung des iPhone X und des iPhone 8 im September blieb die für Apple neue Gerätekategorie unerwähnt.

Doch auch im Dezember wird der HomePod in Deutschland noch nicht zu kaufen sein Die einzigen bislang angekündigten Länder, in denen der Smart Speaker erhältlich sein soll, sind die USA, Großbritannien sowie Australien – also englischsprachige Regionen. Weitere Länder sollen 2018 folgen – wann genau, hat Apple bislang noch nicht mitgeteilt. Wie hoch die anfänglichen Stückzahlen ausfallen werden, weiß ebenfalls nur der Konzern allein, angeblich sollen sie sich aber in engen Grenzen halten, wofür auch die langsamere Markteinführung insgesamt spricht.

Klar ist bereits, was der HomePod in den Vereinigten Staaten kosten wird: 350 US-Dollar. In Europa ist dementsprechend mit mindestens 400 Euro zu rechnen – wenn nicht sogar mehr. Der HomePod ist als Einzelgerät, aber auch als Multiroom-System sowie Stereo-Setup (mit zwei HomePods) verwendbar. Im Inneren werkelt ein A8-Chip mit einem abgespeckten iOS. Ein aus sechs Mikrofonen bestehendes Array soll dafür sorgen, dass die Sprachassistentin Siri ihren Benutzer oder ihre Benutzerin selbst dann versteht, wenn Musik läuft oder man am anderen Ende des Raums sitzt. Ein spezielles Hochtöner-Array aus sieben Tweetern verspricht raumfüllenden Klang, das Gerät wiegt 2,5 kg, ist 172 mm hoch und 142 mm breit.

Ein integriertes Mikrofon hilft bei der Kalibrierung des Klangs – auch der Bass wird so verbessert. An Netzwerkprotokollen werden 802.11a, b, g, n und ac unterstützt, inklusive MIMO. AirPlay 2 ist ab Werk dabei, auch wenn es für iPhone, iPad und Co. erst ab iOS 11.2 vorliegt.

Es wird anfangs nur eine eingeschränkte App-Unterstützung für den HomePod geben. Apple hat hierfür eigene Schnittstellen vorgesehen, die eine eingeschränkte Kommunikation mit iPhone-Programmen erlaubt. Dazu gehört ausdrücklich nicht die Möglichkeit, konkurrierende Musikdienste wie Spotify zu kontrollieren – ob das nachgereicht wird, bleibt abzuwarten.

Wenn Entwickler dies in ihren Apps unterstützen, haben Nutzer die Option, über den HomePod Kurznachrichten zu versenden sowie Aufgaben und Erinnerungen einzutragen, abzuhaken und Notizen anlegen. SiriKit wird für iOS derzeit etwa von Apps wie WhatsApp und Things unterstützt. Weitere SiriKit-Befehle, die auf dem iPhone bereitstehen, sind derzeit nicht für HomePod vorgesehen. Dazu gehören auch praktische wie etwa das Rufen eines Taxis über die Uber- oder MyTaxi-App – sollte Apple diese nicht noch im Dezember nachrüsten.

Ansonsten wird der HomePod ein normales Siri-Gerät wie ein iPhone sein – die Antworten werden direkt über den Lautsprecher wiedergegeben. Ein sinnvoll nutzbares Display hat der HomePod nicht, auf seiner Oberseite wird jedoch eine bunte Wellenform angezeigt, damit Nutzer feststellen können, dass Siri anspricht. (bsc)