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Hoster belebt Xserve wieder

Apples Server-Macs sind bereits seit 2011 nicht mehr im Handel. Bei Macstadium werden sie weiter verwendet.

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Hoster belebt Xserve wieder

Ein Haufen Xserves.

(Bild: Macstadium)

Der Xserve war ein Server aus dem Hause Apple, der von 2002 bis 2011 vermarktet wurde – zunächst in PowerPC-Varianten, später basierend auf Intels Xeon-Architektur. Der auf Mac-Technik spezialisierte Hoster Macstadium hat nun damit begonnen, den für den Rack-Einbau geeigneten Maschinen ein zweites Leben zu verschaffen: Als Nodes in einer Private Cloud mit macOS-Instanzen, die VMware-Technik mit vSphere Enterprise 6.x nutzt. Die Software kommt mit jeder Art von Server-Node zurecht, weshalb Macstadium neben Mac-Pro-Maschinen nun auch Xserves verwendet.

Zum Einsatz kommen laut dem Hoster Maschinen mit 2,93 GHz schnellen 8-Kern-Prozessoren mit 48 oder 96 GByte RAM. Der Aufbau ähnelt dem Nehalem-basierten Mac Pro von 2009. Falls ein Kunde ein kleineres Budget habe, aber bei seinen VMs hohe CPU-Lasten und viel RAM benötige, sei er mit acht Xserves besser bedient als mit zwei Mac-Pro-Rechnern, so Macstadium.

Der Hoster kauft laut eigenen Angaben "Hunderte Xserves gleichzeitig". Dabei nutzt die Firma Kontakte zu Apple-Resellern, die sich melden, falls einer ihrer Kunden die alte Hardware austauschen möchte. "Wenn [die Maschinen| reinkommen, testen wir sie und gleichen die Spezifikationen an."

Im Rechenzentrum wurden "Custom Made Rail Kits" installiert, die vier Xserves auf einen Schlag aufnehmen können. ESXi erlaubt es, macOS 10.7 bis 10.12 als virtuelle Maschine laufen zu lassen. ESXi wird von einem USB-Flash-Laufwerk auf den Xserves gebootet. Auch Windows und Linux lässt sich offerieren. Interne Speicherlösungen in den Xserves werden allerdings nicht verwendet. Stattdessen setzt Macstadium auf ein Pure Storage SAN. Macstadium, das mit dem bekannten Mac-Hoster Macminicolo fusionierte, ist auch für seine Mac-Pro-Racks bekannt, bei denen die Röhren-förmigen Maschinen in spezielle Racks einsortiert werden. (bsc)