IBMs Watson erklärt Tim Cook zum "fantasievollsten" Silicon-Valley-Boss

Eine Personalfirma hat das KI-System zur Analyse der öffentlichen Äußerungen verschiedener Chefs großer IT-Konzerne eingesetzt. Der Apple-Boss landete auf Platz 1.

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Tim Cook

Gewonnen: Tim Cook drückt sich besonders kreativ aus, glaubt Watson.

(Bild: dpa, Monica Davey)

Von
  • Ben Schwan
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IBMs KI-System Watson verfügt auch über ein Modul zur Persönlichkeitsanalyse, das sich "Personality Insights" nennt. Dabei wird aus Texten mittels semantischen Verfahren ermittelt, wie der Autor (ungefähr) drauf ist. Die Personalfirma Paysa hat Watson nun auf einige der bekanntesten Chefs des Silicon Valley losgelassen – beziehungsweise deren öffentliche Äußerungen, wie der US-Börsensender CNBC berichtet. Das Ergebnis: Apple-CEO Tim Cook wurde zum "fanastievollsten Leader" erklärt. Auf den Plätzen 2 bis 4 folgen Amazon-Chef Jeff Bezos, Oracle-Gründer Larry Ellison und Cisco-Boss Chuck Robbins.

Die Definition laut Watsons Persönlichkeitsanalyse lautet dafür, dass die Person "Kreativität oder Erfindungsreichtum" zeigt. Interessanterweise reicht es dabei für Tesla- und SpaceX-CEO Elon Musk, bekannt für seine Marsfantasieren, nur für Platz fünf. HP-Chefin Meg Whitman, Microsoft-Gründer Bill Gates und Alphabet-Mann Larry Page folgen auf den weiteren Plätzen. Parallel dazu wurde Personality Insights auch dazu verwendet, um die "Durchsetzungskraft" verschiedener Führungspersönlichkeiten zu extrahieren. Hier kamen Microsoft-Chef Satya Nadella, Microsoft-Gründer Bill Gates und Facebook-CEO Mark Zuckerberg auf die vordersten Plätze.

Um auf die Ergebnisse zu kommen, nutzte Watson recht viel Input-Material. Darunter waren laut Paysa Reden, Essays, Bücher, Mitschriften von Interviews "und andere Formen von Kommunikation" – möglicherweise auch Tweets, wie sie die Personality-Insights-Demo-Version im Web auch als Startdatensatz anbietet.

Tim Cook ist seit August 2011 Chef von Apple – als Nachfolger von Firmenmitbegründer Steve Jobs. Dieser verstarb einen Monat später. Cook hat das Öffentlichkeitsbild des Konzerns teilweise umgekrempelt und setzt unter anderem verstärkt auf mehr Umweltschutz und Diversität. (bsc)