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IDC: Smartphones treiben Wachstum im Handy-Markt

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Über 400 Millionen Mobiltelefone sollen Hersteller im Weihnachtsgeschäft 2010 weltweit ausgeliefert haben. Diese Zahlen zum vierten Quartal des vergangenen Jahres veröffentlichte die Marktforschungsfirma IDC. Damit wuchs der globale Mobiltelefonmarkt in diesem Zeitraum um knapp 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Insgesamt seien 2010 knapp 1,4 Milliarden Mobiltelefone verkauft worden – 18,5 Prozent mehr als im Jahr 2009.

Apple konnte laut IDC im Gesamtjahr 2010 den fünften Platz unter den weltweit größten Mobiltelefonherstellern einnehmen, mit einem Marktanteil von 3,4 Prozent. Der Hersteller war erstmals im dritten Quartal nach der Einführung des iPhone 4 in IDCs globale Top 5 aufgerückt und überholte zugleich BlackBerry-Hersteller RIM. Die iPhone-Auslieferungen wuchsen 2010 um knapp 90 Prozent. Das größte Wachstum konnte angeblich die Firma ZTE vorweisen, die hauptsächlich Einstiegs- und Mittelklassegeräte in Entwicklungsländern anbietet – inzwischen aber mit "Blade" und "Racer" auch Android-Smartphones im Programm führt. Damit schob sich das chinesische Unternehmen im vierten Quartal sowie im Gesamtjahr 2010 vor Apple auf Platz 4.

Die fünf weltweit größten Mobiltelefonhersteller 2010

(Bild: IDC)

Nokia hielt im Gesamtjahr weiterhin den ersten Platz und konnte knapp 5 Prozent mehr Geräte ausliefern als 2009 – zugleich sank der Marktanteil des finnischen Unternehmens laut IDC aber von 36,9 Prozent auf 32,6 Prozent. Auf Platz zwei und drei hinter Nokia folgen die Koreaner Samsung und LG Electronics. Samsung legte um 23,3 Prozent zu, während LG im vergangenen Jahr stagnierte und den eigenen Marktanteil nach Angabe der Marktforscher von 10,1 Prozent auf 8,4 Prozent schrumpfen sah.

Motorola, Research In Motion und Sony Ericsson hätten das Potenzial, sich 2011 zurück in die Top 5 zu kämpfen, glaubt IDC – die drei Hersteller konzentrieren sich auf den schnell wachsenden Smartphone-Markt und liegen mit ihren Stückzahlen dicht hinter ZTE und Apple. "Mobiltelefonnutzer sind darauf aus, ihre älteren Geräte gegen solche auszutauschen, die Daten ebenso gut handhaben wie Sprachdienste, dies treibt das Wachstum und den Erneuerungszyklus an", erklärte IDC-Analyst Kevin Restivo. (lbe)