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Instagram: Weitere Apple-Watch-App eingestellt

In der neuen Version 39.0 der Instagram-Anwendung für iOS fehlt die watchOS-Erweiterung. Die App verschwindet nach Installation direkt von der Uhr.

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So sah die Instagram-App dereinst aus.

(Bild: Instagram)

Die Apple Watch (ab 319,95 €) ist Analysten zufolge die mit Abstand erfolgreichste Computeruhr auf dem Markt. Dennoch reduziert sich das Angebot an Apps für die Smartwatch auch von prominenten Herstellern weiter. Nach Amazon, Google Maps, eBay oder Twitter wurde nun auch die offizielle Instagram-App für die Apple Watch eingestellt. Mit der soeben erschienenen Version 39.0 der iPhone-Anwendung für den Fotoservice wird die watchOS-Variante entfernt. Weiterhin möglich soll es sein, Push-Nachrichten mit Bildern zu erhalten.

Warum der Bilderdienst, der zu Facebook gehört, dies tut, ist unklar – die App wird kommentarlos von der Uhr gelöscht, nachdem man das Update der iPhone-Anwendung eingespielt hat. Auch im offiziellen Beipackzettel zu Instagram 39.0 findet sich kein Hinweis auf das Ende der watchOS-App. Ein möglicher Grund könnte sein, dass Apple seit dem 1. April nur noch Updates für watchOS-Anwendungen erlaubt, die mit dem watchOS-2-SDK entwickelt wurden. "Aktualisierungen von watchOS-1-Apps werden nicht mehr akzeptiert", hieß es im November von Apple.

Offenbar lag Instagram nicht genug an seiner watchOS-App, um diese Bedingung zu erfüllen. Andererseits funktionieren alte Watch-Apps auch nach der Deadline weiter auf der Computeruhr. Es hatte aber bereits im Herbst Befürchtungen gegeben, dass Entwickler ihre watchOS-1-SDK-Programme einfach zurückziehen könnten. Instagram gehörte zu den ersten Apps für die Computeruhr, wurde aber nur noch spärlich weiterentwickelt.

Zuletzt hatte es immer wieder Kritik von Entwicklern an Apples Developer-Werkzeugen für die Apple Watch gegeben. Vollwertige Apps lassen sich damit nur schwer bauen. Mit WatchKit sei es ausschließlich möglich, funktionsbegrenzte “Baby-Apps” zu erstellen und Apple spüre diese Einschränkungen selbst überhaupt nicht, da der Hersteller für die eigenen Watch-Apps auf umfassendere interne Frameworks setze, sagte etwa der Entwickler Marco Arment. WatchKit gilt zudem als eine eher frustrierende Entwicklungsumgebung, die diverse Bugs enthält. (bsc)