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Irland will Apples Datenschutzpraxis prüfen

Irische Datenschützer haben ein "sehr spezifisches Risiko" bei dem iPhone-Hersteller identifiziert – es könne alle Nutzer von Apple-Geräten betreffen.

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(Bild: dpa, Peter Kneffel)

Die Datenschutzbehörde Irlands nimmt Apples Datenschutzpraxis unter die Lupe. Man habe ein "sehr spezifisches Risiko identifiziert", erklärte Helen Dixon, die Leiterin der Behörde, gegenüber dem irischen Independent. Die irische Datenschützer sind innerhalb Europas für Apple zuständig, da der Konzern seine Europa-Support-Zentrale in Cork angesiedelt hat.

Der zu prüfende Bereich werde eine große Zahl von Nutzerdaten betreffen und möglicherweise Daten von allen Nutzern, die Apple-Geräte verwenden. Die Untersuchung soll im Herbst starten, detaillierte Unterredungen seien bislang noch nicht mit Apple geführt worden.

Die geplante Untersuchung geht auf einzelne Beschwerden zurück, die zuvor bei der Bayerischen Datenschutzbehörde eingegangen sind, führte Dixon aus – es handele sich um ein Problem bei der Verarbeitung persönlicher Daten durch den iPhone-Hersteller. Details wollte sie nicht nennen.

Nach Informationen der irischen Zeitung geht es um Apples Support-System "Apple Care", das von Cork aus gesteuert wird. Es könne durchaus sein, dass die Untersuchung keine "substantiellen Probleme" findet, räumt die Datenschützerin ein.

Vor drei Jahren hatte das Landgericht Berlin mehrere Klauseln in Apples Datenschutzbestimmungen für ungültig erklärt. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hatte damals vor Gericht moniert, das Datenschutzrecht verbiete "globale Einwilligungen", mit denen Kunden einem Unternehmen pauschal gestatten, ihre Daten zu nutzen. Das Gericht störte sich vor allem daran, dass die Informationen zur Verwendung der Daten nicht konkret genug seien. (lbe)