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Java-Ärger mit macOS Sierra

Oracle hat verschiedene teils schwerwiegende Probleme eingeräumt, die Java 8.0 unter dem aktuellen Mac-Betriebssystem noch hat. Man arbeite "intensiv" daran, diese zu beheben.

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Wer das aktuelle Java 8 unter macOS Sierra einsetzt, muss sich auf verschiedene Fehlerbilder einstellen. Wie Oracle auf seiner Java-Website inzwischen auch in deutscher Sprache meldet, sei Java 8 zwar mit dem seit September verfügbaren Betriebssystem grundsätzlich kompatibel, doch existieren weiterhin "einige" Probleme. "Wir arbeiten intensiv daran, diese Probleme zu identifizieren und zu lösen", so der Konzern.

Genannt werden aktuell zwei Problembereiche, die allerdings kaum vollständig sind. Der wohl nervigste Bug betrifft die Verwendung von Java-Anwendungen auf einem Mac(Book) mit Trackpad: Dann erfolgt das Scrolling "sehr schnell", was manche Programme praktisch unbedienbar macht. Die aktuell (unbefriedigende) Lösung: Die Verwendung einer Maus.

Bei der Verwendung von Java-Applets in einem Browser kommt es zudem zu NullPointerExceptions, die die JVM auslösen kann. Dazu reicht es, wenn man "Zusatztasten", also Befehls-, Alt- oder Umschalttaste, drückt, während das Applet läuft. Dann erscheint laut Oracle "möglicherweise" ein Fehlerfeld mit der Bezeichnung "interner Fehler". Zudem erscheint im macOS-Dock ein Kommandozeilenprogramm ("exec"-Symbol). "Der Benutzer kann das Applet schließen oder kann versuchen, das Applet erneut auszuführen, ohne dabei eine Zusatztaste zu drücken", so Oracle. Zumindest dieser Fehler lässt sich beheben, wenn man das JRE 8u112 auf seinem Mac installiert.

Weitere Java-Probleme unter macOS Sierra nennt Oracle bislang noch nicht, die Liste düfte aber in den kommenden Monaten noch länger werden, wie erste Nutzerreaktionen zeigen. Dass Oracle die seit Sommer laufende Betaphase von macOS Sierra nicht genutzt hat, die Bugs auszubügeln, bleibt verwunderlich. (bsc)