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"Jeder kann programmieren": Apples Swift-Curriculum kommt an europäische Hochschulen

Der durch den iPhone-Hersteller entwickelte Lehrplan soll Studenten den Einstieg in die App-Entwicklung mit Swift ermöglichen – auch eine erste deutsche Universität nimmt Teil.

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"Jeder kann programmieren": Apples Swift-Curriculum kommt an europäische Hochschulen

Der Swift-Kurs soll Studenten auf die "boomende App-Economy" vorbereiten.

(Bild: Apple)

Apples "Jeder kann programmieren"-Initiative stößt auch in Europa auf Nachfrage: 70 Hochschulen wollen Apples auf zwei Semester ausgelegte "Lehrplan zur App-Entwicklung mit Swift" lehren, wie der iPhone-Konzern am Freitag mitteilte. Dies solle Studenten in die Programmiersprache einführen und für die "boomende App-Economy" vorbereiten. Es gebe bei Schulen eine "wachsende Begeisterung" für den Apple-Lehrplan, erklärte Unternehmenschef Tim Cook – das Programm solle "zunehmend in die Ausbildung integriert" werden.

In Deutschland unterrichtet der Lehrstuhl für Angewandte Softwaretechnik an der Technischen Universität München das Apple-Curriculum, mit Swift und Apples Augmented-Reality-Framework ARKit wolle die Hochschule "praxisnahes Software-Engineering und unternehmerisches Wirtschaftswissen" vermitteln – und arbeite dabei auch eng mit BMW und Siemens zusammen, so Apple.

Neben Deutschland lehren inzwischen auch weitere Universitäten in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Dänemark, Norwegen, Österreich, Belgien, der Tschechischen Republik, Irland, Luxemburg, Polen sowie Portugal die App-Entwicklung mit Swift.

Das Swift-Lehrbuch lässt sich im iBooks Store herunterladen.

(Bild: Apple)

Die Lehrmaterialien zur App-Entwicklung mit Swift werden gratis im iBooks Store zur Verfügung gestellt, sie lassen sich aber nur auf Apple-Geräten herunterladen.

Der Kurs behandelt unter die Entwicklung mit mit Apples Entwicklungsumgebung Xcode und der iPad-App Swift Playgrounds sowie eine Einführung in App-Design.

Apple hat die Programmiersprache Swift im Sommer 2014 eingeführt, seit Ende 2015 ist Swift Open Source – und bietet auch Linux-Unterstützung. Die Programmiersprache konnte sich sich so auch außerhalb von Apple und iOS- sowie macOS-Entwicklern verbreitet, IBM bietet zum Beispiel ein Swift-basiertes Cloud-Entwicklungsangebot an.

Der Swift-Erfinder Chris Lattner arbeitet inzwischen für Google und treibt dort den Einsatz der Programmiersprache voran.

Dem Sprachen-Index Tiobe zufolge hat die Popularität von Swift im Herbst 2017 wieder nachgelassen, da viele Entwickler zur plattformübergreifenden Programmierung lieber auf Entwicklungs-Tools wie Xamarin, Apache Cordova und Ionic zurückgreifen, um Apps plattformübergreifend für iOS- als auch Android anzubieten. (lbe)