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Kampf ums Smart Home: Apple will HomeKit-Unterstützung erleichtern

Belkin setzt als erster Hersteller auf Apples neue Software-Authentifizierung: Der Einbau eines speziellen von Apple vorgegebenen Chips wird überflüssig.

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Mit einem Home-Hub wie Apple TV lassen sich HomeKit-Geräte auch von unterwegs aus ansteuern.

(Bild: Apple)

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Die vernetzte Steckdose Wemo Mini lässt sich nach einem Software-Update per HomeKit respektive Home-App vom iPhone aus bedienen sowie über Siri ansteuern. Belkin setzt dafür auf Apples neue Software-Authentifizierung: Geräte können so seit iOS 11.3 per HomeKit kommunizieren ohne einen von Apple vorgegebenen speziellen Chip zu besitzen, letzteres war bislang zwingende Voraussetzung.

Um HomeKit-Unterstützung für die eigenen Wemo-Produkte anzubieten, hatte Belkin extra eine Bridge (mit Authentifizierungs-Chip) eingeführt, diese ist nun – zumindest im Zusammenspiel mit Wemo Mini – überflüssig. Man sei bislang der einzige Hersteller, der Apples neue Software-Authentifizierung einsetzen könne, erklärte Belkin gegenüber Cnet. Weitere Wemo-Produkte sollen in Zukunft ebenfalls per Update HomeKit-tauglich werden.

Die Wemo-Steckdose ist nun HomeKit-kompatibel – rein per Software.

(Bild: Hersteller)


Per Software-Authentifizierung lässt sich die HomeKit-Unterstützung bei bereits im Handel erhältlichen Produkten nachliefern, die den von Apple vorausgesetzten Chip nicht aufweisen.

Um HomeKit-kompatibel zu werden, blieb Herstellern bislang kaum etwa anderes übrig, als neue Ausführungen ihrer vernetzten Heimelektronik mit Apple-Chip auf den Markt zu werfen und damit bestehende Kunden zu verprellen oder den zusätzlichen Kauf einer Bridge zu erfordern – diesen Weg hat Belkin im vergangenen Jahr beschritten.

Apple hatte das HomeKit im vergangenen Sommer erstmals etwas geöffnet, um Bastlern und Entwicklern zu ermöglichen, eigene Geräte mit dem Heimautomatisierungsprotokoll zu vernetzen und diese ebenfalls rein per Software zu authentifizieren. Dies ist inzwischen auch für kommerzielle Anbieter möglich. Hersteller, die HomeKit-Hardware anbieten wollen, müssen Mitglied in Apples MFi-Lizenzprogramm sein und einen Zertifizierungsprozess des Konzerns durchlaufen – entsprechend kam HomeKit-Hardware anfangs nur langsam in den Handel.

Abstriche bei der Sicherheit soll es durch die Software-Authentifzierung nicht geben: Apple verspricht, dass auch dort jegliche Kommunikation zwischen den Geräten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erfolge. (lbe)