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Karten-App: Apple bekommt Ärger mit taiwanischem Militär

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Das taiwanische Militär hat Apple aufgefordert, in seiner neuen Karten-Anwendung enthaltene Satellitenbilder durch niedriger auflösende Aufnahmen zu ersetzen. Wie nordamerikanische Medien berichten, zeigt iOS 6 unter anderem eine 1,4 Milliarden Dollar teure Radar-Abwehranlage, die Flugzeuge und Raketen aus dem chinesischen Westen früherkennen und gegebenenfalls abschießen soll. Die Aufnahmen sollen vor einem Jahr entstanden sein und wurden anscheinend nicht nachbearbeitet.

Zumindest militärisch gesehen harmlos: Fehlerhafte 3-D-Darstellung in iOS-6-Maps.

Google nutze bei sensiblen Gebäuden dagegen niedriger auflösende Aufnahmen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Taipeh. Er räumte ein, dass das Militär es bislang versäumt habe, die Anlage besser zu verschleiern.

Die zehn Stockwerke umfassende Radarstation wurde mit US-Technik aufgebaut und befindet sich im Norden des Landes, sie soll in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen. Die problematischen Aufnahmen aus Taiwan sollen nicht die einzigen militärischen Anlagen sein, die iOS 6 "zu scharf" präsentiert – auch in der Türkei soll es entsprechende Fälle geben. Apple hat sich zu den Vorgängen noch nicht geäußert. (bsc)