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Kein Downgrade von iOS 11.3 mehr möglich

Apple hat nach der Freigabe des großen System-Updates für iPhone und iPad den Weg zurück zu iOS 11.2.6 schnell versperrt – auch bei Problemen müssen Nutzer nun auf iOS 11.3 bleiben.

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(Bild: Apple-Keynote)

Nur eine gute Woche nach der Freigabe von iOS 11.3 hat Apple das Signieren von iOS 11.2.6 eingestellt. Die Installation der vorausgehenden iOS-Version ist dadurch auf iPhone, iPad und iPod touch nicht länger möglich – so fällt auch die Option weg, ein Downgrade durchzuführen, falls Probleme mit iOS 11.3 auftreten sollten. Nutzer, die ihr Gerät über iTunes wiederherstellen, erhalten automatisch die jüngste iOS-Version ausgeliefert.

Gewöhnlich lässt Apple ein Zeitfenster von mehreren Wochen, bis die Downgrade-Sperre greift. In bestimmten Fällen hat der Hersteller aber auch in der Vergangenheit schon das Signieren der vorausgehenden iOS-Version schneller eingestellt, etwa nach der Veröffentlichung eines Jailbreaks.

Auch nun könnte der Grund für die schnelle Maßnahme wieder in den gravierenden Sicherheitslücken zu finden sein, die iOS 11.3 schließt. Die Schwachstellen erlauben es Apps bis hin zu iOS 11.2.6 etwa, Schadcode mit Kernel-Rechten auszuführen, auch lässt sich Malware allein bei Aufruf einer manipulierten Webseite einschleusen, wie der Konzern in einem Überblick der beseitigten Sicherheitslücken aufführt. Ob iOS 11.3 auch die Unlock-Tools von Forensik-Firmen aussperrt, bleibt vorerst unklar.

Größere Probleme beim Einspielen von iOS 11.3 wurden bislang nicht bekannt, abgesehen von einem Bug im Zusammenspiel mit der MDM-Software Jamf Pro. Wie nach praktisch jedem iOS-Update beklagen manche Nutzer mitunter eine schlechtere Akkulaufzeit, Netzwerk- und Bluetooth-Probleme sowie kleinere Unstimmigkeiten, etwa deaktivierte Content-Blocker für den Browser Safari. Letzteres lässt sich meist durch Deaktivieren und erneutes Aktivieren des betroffenen Content-Blockers in den Safari-Einstellungen unter “Inhaltsblocker” lösen.

Parallel läuft inzwischen der Betatest von iOS 11.4, das mit “Nachrichten auf iCloud” und AirPlay 2 möglicherweise zwei wichtige, schon für iOS 11 im vergangenen Jahr in Aussicht gestellte Funktionen nachliefert. Um Bugs und Probleme auszuräumen, dürften aber vor der Freigabe von iOS 11.4 noch kleinere Updates wie iOS 11.3.1 folgen.

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(lbe)