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Kein iPhone-Backup im Apple Store: Brite erhält Schadenersatz

Einem britischen Rentner wurden 1200 Pfund zugesprochen, weil Apple die Daten auf seinem iPhone 5 im Rahmen einer Reparatur nicht gesichert hatte.

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Apples iPhone 5 kam im September 2012 auf den Markt.

(Bild: dpa, Franziska Koark)

Ein 68jähriger Londoner Rentner hat Apple erfolgreich auf Schadenersatz verklagt, weil ein Servicemitarbeiter in einer Apple-Store-Filiale im Rahmen von Servicemaßnahmen sein iPhone 5 zurückgesetzt hatte.

Zwar seien die Probleme mit dem Gerät bei dem Besuch an der Genius Bar gelöst worden. Doch das Unternehmen habe "sein Leben" gelöscht, heißt es in der Klage – darunter Telefonnummern und Kontaktdaten, die er in den letzten 15 Jahren gesammelt hatte, sowie etliche Fotos, etwa die von seiner Hochzeitsreise. Ob er ein Backup habe, sei er von dem Apple-Mitarbeiter erst gefragt worden, als die Daten bereits gelöscht waren.

Apple macht es Nutzern seiner iPhones mit der Sicherungsfunktion von iTunes und einem Online-Backup in der iCloud eigentlich vergleichsweise einfach, die Daten regelmäßig zu sichern – aber trotzdem tut das eben nicht jeder.

Insgesamt 5000 Pfund wollte der Rentner erstreiten – und er gewann vor dem Londoner County Court tatsächlich gegen den iPhone-Produzenten. Nach einem Hearing ihm allerdings nur 1200 Pfund zugesprochen – plus 773 Pfund Gerichtskosten.

Die Richterin sagte laut der britischen Zeitung Mirror, die Apple-Mitarbeiter hätten sich bei der Behandlung des Telefons des Klägers fahrlässig verhalten. "Der Fall hätte sich problemlos außergerichtlich läsen lassen, wenn sich gesunder Menschenverstand durchgesetzt hätte", sagte sie.

Apples Anwältin sah den Fall naturgemäß anders. White sei darüber informiert worden, dass seine Daten durch die Wiederherstellung gefährdet seien und habe eine "bejahende Entscheiduung" getroffen, das Gerät ohne vorheriges Backup zum Service zu bringen. (mit Material von Techstage) / (bsc)