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Kinderschutz: App-Anbieter fordern von Apple API, Konzern schränkt Tracking ein

17 Entwickler fordern Apple auf, Schnittstellen für die Bildschirmzeit-Funktion zu öffnen. Das Unternehmen plant, Kinder vor App-Tracking zu schützen.

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Screentime alias Bildschirmzeit arbeitet weder perfekt noch steht es anderen Anbietern offen.

(Bild: Apple)

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Im Streit um Kinderschutz-Apps unter iOS hat eine große Gruppe von Developern einen offenen Brief an Apple geschrieben. Auf der dazugehörigen Website fordern 17 Entwickler bekannter Programme den iPhone-Konzern dazu auf, eine offene Schnittstelle (API) für die Bildschirmzeitfunktion (Screentime) in dem Mobilbetriebssystem zu publizieren. Bislang kann nur Apple selbst die Gerätefunktionen derart genau kontrollieren, dass ein adäquater Kinderschutz möglich ist – externe Entwickler waren dagegen auf technische Krücken angewiesen. Diese werden von Apple jedoch mittlerweile mit dem Hinweis auf ihr mögliches Missbrauchspotenzial verboten – etwa Mobile-Device-Management-Maßnahmen.

Apple-Boss Tim Cook hatte bereits Verbesserungen bei der Bildschirmzeit-Funktion in Aussicht gestellt. Das Feature, seit iOS 12 verfügbar, hat einige Defizite – so konnten Kinder die Sperre mit Tricks umgehen, Daten gingen verloren und der eingebaute Content-Filter ließ problematische Inhalte durch. Die Bildschirmzeit-Funktion soll Cook etwa Verbesserungen bei Altersbeschränkungen für Apps, deren Zulassung durch Eltern und ein genaueres Labeling von Musik mit "expliziten Texten" bieten. "Wir versuchen, den Eltern die Kontrolle zu geben, auch wenn es keinen Standard für Erziehung gibt", sagte er Anfang Mai. Eine API für Drittanbieter stellte er allerdings nicht in Aussicht.

Die Screentime-API-Initiative will genau die nun erreichen. Bis September 2018 hätten nur Drittanbieter überhaupt solche Bildschirmzeit-Apps geliefert – vor iOS 12. Nach dessen Veröffentlichung habe Apple die Konkurrenten dann ausgeschlossen. Die Organisation fordert, dass iOS selbst Daten sammeln soll – etwa zur Benutzung von Apps und wie oft die Geräte eingeschaltet werden.

Diese Informationen würden dann an Drittanbieter kontrolliert weitergegeben, so dass die Eltern dann eventuelle Sperren vornehmen können. "Die Kunden könnten ihre Lieblingsanwendung verwenden, egal ob Apples eigene oder die eines Drittanbieters." Gefordert wird eine "offene API, die Cross-Platform-geeignet" ist. Die Gruppe fühlt sich vom iPod-Erfinder Tony Fadell bestätigt, der eine solche Schnittstelle seit längerem fordert.

Apple plant unterdessen, den Kinderschutz in iOS 13 grundsätzlich zu verbessern. So hat der Konzern offenbar vor, für diese Zielgruppe gedachte Apps schärfer zu kontrollieren. Kinder-Apps sollen künftig kein oder nur noch ein eingeschränktes Tracking durch Dritte aufweisen. Entsprechende Techniken stecken in zahllosen Apps.

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(bsc)