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Kleine Marge: HomePod vergleichsweise teuer herzustellen

Einer Untersuchung der Marktforschungsfirma TechInsights zufolge ziehen Google oder Amazon mehr Gewinn aus ihren smarten Lautsprechern als Apple – obwohl der HomePod 350 US-Dollar kostet.

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HomePod

Den HomePod gibt's in Weiß (wie hier) sowie in Schwarz.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

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Apple HomePod schwarz (MQHW2B/A)
Apple HomePod schwarz (MQHW2B/A) ab € 325,98

Nach ersten Teardowns des neuen Apple-Lautsprechers HomePod liegt nun auch eine Kostenschätzung für die verbauten Komponenten vor. Die Analysefirma TechInsights kommt zu dem Schluss, dass die verbauten Teile insgesamt 216 US-Dollar wert sind, was bei einem Endkundenpreis von 350 Dollar in den Vereinigten Staaten eine Marge von knapp 38 Prozent bedeutet.

Das ist für Apple-Verhältnisse erstaunlich wenig Profit – an anderen Produkten wie dem iPhone oder der Apple Watch verdient das Unternehmen deutlich mehr. TechInsights glaubt, Apple habe sich spezifisch dafür entschieden, die Margen "ein bisschen zu komprimieren", um den Heimunterhaltungsmarkt zu erobern. "Ich vermute, sie reduzieren den Verkaufspreis von einer normalen Apple-Marge, um größere Stückzahlen abzusetzen", erklärte ein Analyst der Marktforschungsfirma gegenüber US-Medien. Aktuell gibt's den HomePod nur in den USA, in Großbritannien und in Australien.

TechInsights zufolge liegen die Margen bei den großen Apple-Konkurrenten Amazon (Echo) und Google (Home) deutlich höher. Googles Lautsprecher generieren hier 66 Prozent und Amazons Geräte 56 Prozent Profit. Die verbauten Komponenten seien aber auch billiger.

Eine Zerlegung des HomePod hatte kürzlich einen durchaus komplexen Aufbau des Siri-Lautsprechers demonstriert. Apple liefert etwa 16 GByte Speicherplatz (ohne es in den Spezifikationen anzugeben), einen A8-Chip mit wahrscheinlich 1 GByte Arbeitsspeicher, einen vergleichsweise mächtigen Subwoofer, sieben Tweeter und sechs Mikrofone zur Raumerfassung mit. Ein Bewegungssensor kann feststellen, wenn der HomePod bewegt wird, was dann eine erneute Einmessung einleitet.

Zuletzt hatte der Smart Speaker allerdings schlechte Presse bekommen, weil sich herausgestellt hat, dass die zur Dämpfung an der Unterseite verbauten Silikonringe Spuren auf bestimmten Holzmöbelstücken hinterlassen können. Das passiert allerdings bei bestimmten Konkurrenzmodellen wohl auch.

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(bsc)