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Konfliktmineralien: Apple schmeißt fünf Lieferanten aus der Supply Chain

Der iPhone-Konzern will von fünf Hütten und Raffinerien nichts mehr kaufen, weil deren Produktion mit Menschenrechtsverletzungen einhergehen sollen.

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Logo von Apple. Der Konzern berichtet regelmäßig freiwillig aus seiner Lieferkette.

(Bild: dpa, Bodo Marks)

Apple bemüht sich laut eigenen Angaben ständig, seine Lieferkette "sauber" zu halten. So möchte der Konzern keinesfalls Kinderarbeit sehen, geht gegen Menschenrechtsverletzungen vor.

Doch immer zu klappen scheint die Kontrollarbeit nicht. Wie Apple nun in seinem sogenannten Conflict Minerals Report einräumt, flogen 2018 insgesamt fünf Hütten und Raffinerien aus der Supply Chain, weil diese die von Apple gesetzten Standards nicht einhielten.

Konfliktmineralien sind Rohstoffe wie Gold, Zinn, Coltan oder Wolfram – beziehungsweise deren Vorläufermaterialien –, die unter problematischen Bedingungen abgebaut und/oder erzeugt werden, zumeist in Ländern der Dritten Welt. 2018 hatte Apple insgesamt 258 direkte oder indirekte Lieferanten für die Rohstoffe, die in Macs, iPads und iPhones eine wichtige Rolle spielen. Fünf davon hielten sich nicht an die Regeln und wurden von der Lieferantenliste gestrichen.

Konkrete Details zu den Vergehen liegen nicht vor. Apple schreibt lediglich, die Lieferanten seien nicht bereit gewesen, sich einem Audit durch ein externes Prüfunternehmen zu unterziehen, das von Apple beauftragt wurde, hätten einen solchen Audit nicht vollendet oder "anderweitig Apples Vorgaben zur verantwortungsvollen Beschaffung von Mineralien" nicht eingehalten.

Die verbliebenen 253 Hütten und Raffinerien, die Apple zum 31. Dezember 2018 mit Rohstoffen versorgten, sollen alle sauber sein. Apple habe keine "begründete Basis" dafür gefunden, zu schließen, dass die Firmen bewaffnete Gruppen direkt oder indirekt finanzierten oder ihnen sonstige Vorteile verschafften.

Apple schreibt in seinem Bericht weiter, das Unternehmen sei sehr darum bemüht, dass in seiner globalen Lieferkette die Menschenrechte eingehalten würden. Das gelte für Mobilfunk- und Mediengeräte ebenso wie für Personalcomputer und die damit verbundenen Zubehörprodukte. Man wolle das Wohlergehen der Menschen in der Lieferkette schützen – und die Orte,von denen die Rohstoffe stammten. Dabei gehe man über das hinaus, was gesetzlich vorgeschrieben sei. (bsc)