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Kontra Apple Music: Deezer und Spotify wappnen sich mit Investorengeldern und Zukäufen

Das Geschäft mit Streaming-Diensten wächst weiter, doch der Kampf um Kunden wird schärfer. Zwei Apple-Music-Konkurrenten rüsten nun auf.

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Spotify-Logo mit Apple-Kopfhörer.

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Die europäischen Musikdienste Deezer und Spotify wappnen sich für einen schärferen Wettbewerb um Kunden – und den mittlerweile bei 10 Millionen Kunden angelangten Konkurrenten Apple Music.

Statt des eigentlich für den Herbst geplanten Börsengangs holte sich Deezer insgesamt 100 Millionen Euro bei Investoren. Der Streaming-Marktführer Spotify wiederum kaufte zwei Unternehmen, die auf Dienste rund um Musik spezialisiert sind. Die Konkurrenz bei Musik aus dem Netz hat sich zugespitzt, seit Apple im vergangenen Sommer ins Streaming-Geschäft einstieg.

Mit seinem frischen Geld will Deezer schneller neue Kunden gewinnen, neue Funktionen entwickeln und die internationale Expansion vorantreiben, wie das französische Unternehmen in dieser Woche mitteilte. Außerdem sollen Kooperationen mit Mobilfunk-Unternehmen weiter ausgebaut werden, bei denen der Dienst mit einem Mobilfunk-Vertrag gebündelt wird – dieses nicht unumstrittene Geschäftsmodell setzt auch Spotify ein.

Erstmals veröffentlichte Zahlen im Zuge der Vorbereitungen zum abgesagten Börsendebüt hatten allerdings auch eine Kehrseite solcher Deals aufgezeigt: Rund die Hälfte der gut sechs Millionen zahlenden Deezer-Kunden hatte den Dienst nicht aktiv genutzt.

Der Börsengang von Deezer sollte bis zu 400 Millionen Euro schwer werden und für Deezer einen Börsenwert von 1,1 Milliarden Euro festschreiben. Doch er wurde unter Hinweis auf ein schwieriges Marktumfeld abgesagt. Laut Medienberichten hatten sich Anleger zögerlich beim Kauf von Deezer-Aktien zu dem Preis gezeigt. Die Finanzspritze kommt jetzt vom französischen Telekom-Konzern Orange und der Beteiligungsfirma Access Industries.

Spotify kaufte dagegen für einen nicht genannten Betrag die New Yorker Firma Cord Project, die eine Plattform für Sprach-Mitteilungen entwickelte, sowie den Dienst Soundwave aus der irischen Hauptstadt Dublin, der auf das Vorstellen neuer Musik spezialisiert ist. Die Dienste dürften in Spotifys App integriert werden.

Der Streaming-Pionier aus Schweden hat nach jüngsten Angaben aus dem Sommer 75 Millionen Nutzer, von denen 20 Millionen zahlende Kunden sind – Apple hat mittlerweile halb so viele Abonnenten erreicht. Apple Music bietet im Gegensatz zu Spotify und Deezer keine Gratis-Variante mit Werbung. Stattdessen können Interessierte den Service großzügige drei Monate lang kostenlos testen. (mit Material von dpa) / (bsc)