Lange Schlangen: Verkauf von iPhone 6 und 6 Plus beginnt

Apple hat Freitagfrüh mit der Ausgabe erster Geräte in seinen eigenen Läden begonnen – an Wartende, die seit Tagen vor den Stores kampierten. Vom Phablet des Konzerns sollen nur geringe Stückzahlen vorhanden sein.

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  • Ben Schwan

Am Freitagmorgen hat der weltweite Verkauf von Apples neuer Smartphone-Generation iPhone 6 und 6 Plus begonnen. Es gibt wie immer lange Schlangen. Vor dem Laden in Omotesando in Tokio, einer der ersten geöffneten Verkaufsstellen, fanden sich mehr als 200 iPhone-Fans ein. Vor dem Apple Store Düsseldorf hatten Hunderte Menschen nach eigenen Angaben zum Teil bereits seit Tagen ausgeharrt. Aus Sicherheitsgründen waren Wartebereiche abgesperrt worden. Die ganze Nacht über kampierten Kunden dort mit Klappstühlen und Schlafsäcken, versorgten sich am Morgen mit Kaffee und Brötchen.

Apple-Fans warten vor dem Apple Store in Berlin auf den Verkaufsbeginn des neuen iPhone 6.

(Bild: dpa, Britta Pedersen)

Einige besonders hartgesottene Fans standen überall auf der Welt schon seit Tagen an, um ein iPhone 6 gleich am ersten Tag zu bekommen. In New York hatte sich eine Schlange vor dem Apple Store an der 5th Avenue schon Anfang September gebildet, noch bevor die neuen iPhones überhaupt vorgestellt wurden. Zumindest einige von denen, die sich sehr früh anstellten, wollen aber entweder den Platz in der Schlange oder die Geräte weiterverkaufen.

Die verfügbaren Stückzahlen dürften eher gering sein – besonders das größere iPhone 6 Plus ist Berichten zufolge auch bei Apple dünn gesät. Eine Vorbestellungsphase hatte vor einer Woche begonnen, wer sich für die Abholung im Apple-Laden entschieden hat, kann diese heute vornehmen. Der Hersteller hält aber traditionell auch Geräte für "Walk-In"-Kunden aus der Schlange bereit.

iPhone 6 und 6 Plus (Stand: September 2014) (9 Bilder)

Wie groß das iPhone 6 Plus (links) wirklich ist, bemerkt man erst, wenn man es in die Hand nimmt.

Apple schließt sich mit dem iPhone 6 und dem iPhone 6 Plus erstmals dem Trend zu großen Smartphone-Bildschirmen an. Während die Displays von Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android immer größer wurden, zögerte Apple hier lange. Die Bildqualität auf großen Bildschirmen sei noch nicht gut genug und die Bedienung mit einer Hand zu kompliziert, hieß es zur Begründung. Jetzt sind die neuen iPhones mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll so groß wie Konkurrenzgeräte. "Mehr als größer" wirbt Apple mit einem neuen Slogan.

Neben Apple verkaufen auch Apple-Händler wie Gravis oder Cyberport iPhone 6 und 6 Plus, zudem Filialen der Mobilfunkanbieter Telekom, O2 und Vodafone. Die Stückzahlen für Käufer ohne Vorbestellung dürften auch hier eher gering sein.

Es ist bereits klar, dass es dies wohl der bisher beste iPhone-Verkaufsbeginn werden wird. Zu Beginn der Vorbestellungen vergangene Woche wurden laut Apple mehr als vier Millionen Geräte geordert. Bei Online-Bestellungen gibt es mehrwöchige Wartezeiten, die Produktion in Asien kommt kaum hinterher. Am ersten Wochenende des iPhone 5s vor einem Jahr hatte Apple mehr als neun Millionen Smartphones verkauft. Insgesamt soll der Konzern laut Medienberichten bei seinen Zulieferern eine Startauflage von 80 Millionen Geräten verschiedener Modelle des iPhone 6 geordert haben. Im wichtigen chinesischen Markt verzögert sich der Start allerdings wegen Verhandlungen mit den Regulierern.

Die iPhone-Schlange vor dem Einkaufszentrum Hamburg Alstertal.

(Bild: Lutz Garbers)

Neben den größeren Bildschirmen bringen iPhone 6 und 6 Plus auch eine schnellere Hardware, erstmals bis zu 128 GByte Flash-Speicher und erlauben die Bezahlung per NFC-Chip – letzteres allerdings zunächst nur in den USA. Weitere Details zu den Geräten lesen Sie in einem Test aus dem c't-Labor. Mit einer Schablone zum Ausdrucken aus der Mac & i-Redaktion können Interessierte zudem prüfen, wie sich die neuen Gerätegrößen ausnehmen. (mit Material von dpa) / (bsc)